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Abstract
P 203
Quervernetztes Hyaluronat als Glaskörperersatz – Untersuchungen zur in-vivo-Verträglichkeit
Martin S. Spitzer, Charlotte Frank, Max Warga, Maximilian Schultheiss, Karl U. Bartz-Schmidt, Peter Szurman
Department für Augenheilkunde, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Tübingen
Ziel:
Prüfung der Biokompatibilität und Langzeitstabilität von quervernetzten Hyaluronat-Biopolymeren als Glaskörperersatz im Kaninchenauge.
Methoden:
Hyaluronsäure wurde mittels einem in unserem Labor etablierten Verfahren quervernetzt und sterilisiert. Bei 10 Kaninchen wurde der Glaskörper mittels Pars-Plana-Vitrektomie entfernt und durch quervernetztes Hyaluronat ersetzt.
Postoperativ erfolgten in regelmäßigen Intervallen ERG- und Tensiomessungen sowie spaltlampenmikroskopische und funduskopische Befundkontrollen.
4 -10 Wochen postoperativ wurden die Augen enukleiert und histologisch untersucht.
Ergebnisse:
Die Biogele konnten problemlos mit Weber-Kanülen in den Glaskörperraum injizieren. Postoperativ fanden sich bei guter Tensiolage keine intraokularen Entzündungszeichen. Weder in den elektrophysiologischen noch den histologischen und immunhistochemischen Untersuchungen gab es Hinweise für eine retinale Zytotoxizität. Das Gel war auch 10 Wochen postoperativ bei ausreichender Stabilität im Auge nachweisbar, ohne dass es zu einem relevanten Mengenverlust kam. Das Gel war auch nach 10 Wochen im Auge klar und viskoelastisch.
Schlussfolgerungen:
Biopolymere auf der Basis von quervernetztem Hyaluronat erwiesen sich als biokompatibel im Tiermodell. Die weisen eine lange intravitreale Verweildauer auf und sind somit potentiell als Langzeittamponade für den Glaskörperraum geeignet. |
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