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Abstract
P 212
Vergleichende Analyse der Fibroblasten des suprachoroidalen Raumes für die Entwicklung eines neuen Glaukom Microstents
Diana Buß1, Wolfram Schmidt2, Marian Löbler2, Rudolf F. Guthoff1
1Universitäts-Augenklinik Rostock, 2Institut für Biomedizinische Technik, Rostock
Hintergrund
Die medizinische Behandlung von Glaukompatienten mit Implantaten wird durch kaum kontrollierbare Wundheilungsreaktionen begrenzt. Die Implantation eines neuen Microstents in den suprachoroidalen Raum verspricht von weniger Vernarbungsproblemen begleitet zu sein. Ziel dieser Arbeit ist die Etablierung und Charakterisierung von choroidalen und skleralen Fibroblastenkulturen zum besseren Verständnis der Ansprüche an die Oberflächenstrukturen eines Microstents für die Drainage in den suprachoroidalen Raum.
Methode
Es wurden Primärkulturen aus den folgenden humanen okularen Geweben angelegt: Sklera, Choroidea, Tenon’scher Raum. Die Kultivierung der Zellen erfolgte nach Standardprotokollen.
Ergebnisse
Neben unterschiedlichen Ansprüchen an ihre Umgebung zeigen die verschiedenen Zellkulturen auch morphologische Unterschiede. So ließ sich eine Kultivierung der Sklerafibroblasten nur nach Erhöhung des FCS-Anteils auf 20 % zu Beginn der Kultur ermöglichen. Die morphologischen Unterschiede zeigen sich zum Beispiel in einer breiteren Form mit breiteren Pseudopodien bei choroidalen Fibroblasten verglichen mit der schlanken Morphologie bei Fibroblasten des Tenonschen Gewebes. Sklerafibroblasten sind ebenfalls schlank und haben oft kürzere und mehr Pseudopodien als Tenonfibroblasten.
Schlussfolgerungen
Die variierenden Ansprüche der Zellkulturen an ihre Umgebung und die sich unterscheidenden Morphologien zeigen bereits in vitro, dass die Möglichkeit besteht die unterschiedlichen mit den Glaukomimplantaten in Verbindung stehenden Fibroblasten voneinander zu unterscheiden. Cytotoxikologischen Untersuchungen und die Analyse der RNA Expression mittels Oligo Arrays sind geplant. Ein besseres Verständnis des Wachstumsverhaltens der verschiedenen Fibroblasten kann zu einer spezifischen Anpassung des Microstents und seiner eluierten Medikamente führen und so die Möglichkeit bieten eine Vernarbungsreaktion in den verschiedenen Umgebungen zu steuern.
Die Arbeit wird gefördert im Rahmen des SFB Transregio 37 „Mikro- und Nanosysteme in der Medizin – Rekonstruktion biologischer Funktionen |
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