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Abstract
P 219
Die Rolle der Tuberkulose in serpiginöse Choroidopathie nachgewiesen durch 18F-FDG-PET/CT-scan
Deshka Doycheva1, Christoph Deuter1, Christina Pfannenberg2, Jürgen Hetzel3, Philip Aschoff2, Volkhard Kempf4, Manfred Zierhut1
1Department für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Tübingen, Tübingen; 2Department für Radiologie, Universitätsklinikum Tübingen, Tübingen; 3Medizinische Klinik, Universitätsklinikum Tübingen, Tübingen; 4Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, Universitätsklinikum Tübingen, Tübingen
Hintergrund
Obwohl in Indien die serpiginöse Choroidopathie (SC) durch Tuberkulose induziert zu sein scheint, ist diese Assoziation in der westlichen Welt unklar. Einzelne Studien zeigen einen hohen Anteil von Patienten mit positivem QuantiFERON TB-Gold Test. Diese Methode kann jedoch nicht eine aktive von einer latenten Tuberkulose unterscheiden. Wir haben daher die Positronen-Emissions-Tomographie, kombiniert mit der Computer Tomographie (18F-FDG-PET/CT), verwendet, um die Rolle der Tuberkulose in der Pathogenese der serpiginösen Choroidopathie zu untersuchen.
Methode
18 Patienten mit SC wurden mittels QuantiFERON TB-Gold Test gescreent. Ein positives Ergebnis wurde bei 14 Patienten gefunden (78%). Bei 16 Patienten waren Röntgen-Thorax und CT-Thorax negativ. Bei 13 Patienten mit positivem QuantiFERON-Test wurde zusätzlich eine 18F-FDG-PET/CT durchgeführt.
Ergebnisse
Die 18F-FDG-PET/CT zeigte aktive Läsionen mit erhöhter Fluorodeoxyglukose (FDG)-Anreicherung in mediastinalen oder hilären Lymphknoten bei 3 Patienten (23%). Bei 8 Patienten (62%) wurden postspezifische Lymphknoten Veränderungen ohne FDG-Anreicherung festgestellt. Die 18F-FDG-PET/CT war nur bei 2 QuantiFERON-positiven Serpiginosa Patienten (15%) negativ. Bei 7 Patienten mit progressivem und sehbedrohendem Verlauf der serpiginösen Choroidopathie und postspezifischen PET/CT-Zeichen wurde eine tuberkulostatische und antientzündliche Therapie eingeleitet. Bei allen Patienten wurde eine Remission der Erkrankung erreicht, während der Beobachtungszeit ist jedoch bei einem Patienten ein Rezidiv aufgetreten.
Schlussfolgerungen
Neben dem oft positiven QuantiFERON TB-Gold Test und der Effektivität einer tuberkulostatischen und antientzündlichen Therapie liefert die hohe Inzidenz der postentzündlichen PET/CT-Zeichen bei Patienten mit serpiginöser Choroidopathie weitere Hinweise dafür, dass die Tuberkulose eine Rolle in der Pathogenese dieser Uveitis-Form auch in der westlichen Welt spielen könnte. |
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