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Abstract
P 221
Bilaterale Bartonella-Neuroretinitis bei einem 6-jährigen Jungen
Andreas Lipski, Norbert Bornfeld, Bernhard Jurklies
Zentrum für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Essen, Essen
Hintergrund
Gramnegative Stäbchen der Spezies Bartonella henselae sind Verursacher der Katzenkratzkrankheit, die häufig mit okulären Symptomen einhergeht. Hierzu zählen das okuloglanduläre Syndrom (Parinaud, 5%), eine Neuroretinitis (2%) oder eine Retinochoroiditis.
Methode
Fallbeschreibung
Ergebnisse
Ein 6-jähriger Junge mit generalisierter Lymphadenopathie und bilateraler sternförmiger Makulopathie (Leber) stellte sich aufgrund einer beidseitigen Visusminderung vor. Die Anamnese häufiger spielerischer Katzenkontakte sowie der serologische Nachweis von Antikörpern mittels indirekter Immunfluoreszenz sicherte die Diagnose. Eine systemische Therapie mit Azithromyzin über 4 Wochen führte zur Auflösung der sternförmigen makulären Exsudate sowie der Lymphadenopathie. Der Visus erholte sich jedoch deutlich langsamer über einen Verlauf von 6 Monaten.
Schlussfolgerungen
Die häufigste Ursache einer sternförmigen Neuroretinitis ist das Stäbchenbakterium Bartonella, Verursacher der Katzenkratzkrankheit. Katzenbisse, Krallenverletzungen und Flohbesatz der Katzen sind zu vermeiden. Bei Kindern sollte eine pädiatrische Untersuchung und Therapiebegleitung veranlasst werden. Differenzialdiagnosen umfassen Hypertonie, Borreliose, Tuberkulose und andere. |
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