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Abstract

P 227

Endophthalmitis-Operationstechniken und Langzeitergebnisse

Florian Rensch, Frank Schlichtenbrede, Jost B. Jonas
Augenklinik, Universitätsmedizin Mannheim

Hintergrund
Das Ziel der Studie ist der Vergleich zweier OP-Techniken, entweder Pars plana Vitrektomie oder Kapselsacklavage, die bei Patienten mit postoperativer Endopthalmitis zu einem optimalen Outcome bezüglich Visus und Anzahl sekundärer Eingriffe führt.
Methode
Zwischen Januar 2002  und Mai 2008 wurden 47 Patienten mit Endophthalmitis in unserer Klinik behandelt und die Daten retrospektiv erhoben. 
80% der Patienten präsentierten sich mit akutem Symptombeginn (bis zu einer Woche nach der Operation), die übrigen zwischen 10 Tagen und 10 Monaten nach der Operation.
85,1% der Prozeduren waren Katarakt-Operationen (Phakoemulsifikation), der Rest Goniotrepanation (5,9%), intravitreale Injektionen (6,9%) oder endogene Endophthalmitis (2,1%).
Ergebnisse
70,2% benötigten nur eine einzige Intervention. Der Großteil (78,7%) wurde mittels Pars plana Vitrektomie und intravitrealer Antibiotika-Gabe behandelt.
Nur 9 Patienten (24,3%) dieser Gruppe benötigten einen Zweit- Eingriff wegen anhaltender Symptome oder kontinuierlichen Reizes in Vorderkammer oder Glaskörper. Wurde eine Silikonöl-Endotamponade benutzt (n=15), war diese Anzahl gering niedriger (20%), allerdings verbunden mit dem Nachteil einer Silikonöl-Entfernung.
Bei 10 Patienten (21,3%), bei denen lediglich eine Kapselsacklavage durchgeführt wurde, konnte in 60% eine vollständige Remission der Entzündung erreicht werden, während 40 % einen zweiten Eingriff aufgrund persistierender Symptome benötigten.
Bei 74,5% konnte ein Metervisus erreicht werden. Bei 21,3% wurde ein Visus von 0,5 oder besser erzielt.
Der mittlere Visus in der Vitrektomie-Gruppe verbesserte sich leicht von 0,2 ± 0,06 auf 0,15 ±  0,23 postoperativ. Die Visus-Entwicklung in der Kapselsacklavage-Gruppe war etwas positiver (60% erreichten einen Visus von 0,5 oder besser).
Der mittlere Visus in dieser Gruppe verbesserte sich von 0,17 ± 0,20 auf 0,51 ±  0,30
postoperativ.
Schlussfolgerungen
Die Kapselsacklavage-Technik scheint eine gute Alternative zur primären Vitrektomie bei Patienten mit low grade Endophthalmitis zu sein. Zukünftig sollte eine stark individuell an den einzelnen Endophthalmitis-Patienten angepasste Operationstechnik angewandt werden.

 
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