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Abstract

P 233

Beeinflussung der Induktion von Wellenfrontaberration durch unterschiedliche Asphärizität myoper Laser-Ablationsprofile

Jens Bühren1, Lana Nagy2, Geunyoung Yoon2, Scott MacRae2, Krystel Huxlin2
1Klinik für Augenheilkunde, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Frankfurt/Main; 2Center for Visual Science, University of Rochester, Rochester, NY, USA

Hintergrund
Ziel der Studie ist die Untersuchung der Auswirkung der Asphärizität von Excimer-Laser-Behandlungsprofilen auf die Induktion von Aberrationen und die Empfindlichkeit gegenüber Dezentrierung.
Methode
Vier (Poly-)Methylmethacrylat[PMMA]-Sphären wurden mit einer Ablation für -6 dpt mit einer optischen Zone (OZ) von 6 mm behandelt. Bei einer Linse wurde ein konventionelles Profil verwendet; bei den anderen kamen Profile unterschiedlicher Asphärizität zum Einsatz.  Basierend auf Daten vorangegangener Studien, war bei einer Behandlung von -6 dpt (6 mm OZ) eine Induktion primärer sphärischer Aberration (Z(4,0)) von 0.346 µm (6 mm Pupillendurchmesser [PD]) zu erwarten. Zur Präkompensation der Z(4,0)-Induktion wurden den Profilen ein zusätzlicher Z(4,0)-Betrag von -0.346 µm (1n), -1.038 µm (3n) und -2.076 µm (6n) hinzugefügt. Die Kurvatur der PMMA-Linse wurde mittels Oberflächenprofilometrie (TalySurf, Taylor & Hobson) vermessen. Die Veränderung der Kurvatur durch die Laserablation wurde in eine Wellenfrontfehler-Differenz umgerechnet (9 mm PD). Die dezentrierung der Ablation wurde mittels eines Computermodelles simuliert.
Ergebnisse
Bei allen asphärischen Profilen war Z(4,0) mit einer Effizienz zwischen 20 und 27% unterkorrigiert. Das Profil mit 6n induzierte den geringsten Betrag sphärischer Aberrationen (RMS aus Z(4,0) und Z(6,0)). Je höher der Betrag an negativem Z(4,0) im Profil war, um so geringer war der Betrag induzierter sphärischer Aberrationen und desto weniger dezentrierungsbedíngte Unterkorrektur und Coma-Induktion traten auf.
Schlussfolgerungen
1. Asphärische Excimer-Ablationsprofile induzierten weniger sphärische Aberrationen als ein vergleichbares Standardprofil. Eine Präkompensation der Induktion sphärischer Aberrationen war möglich, unterlag aber einer ausgeprägten Unterkorrektur. 2. Die Induktion spärischer Aberrationen und deren Unterkorrektur auf PMMA-Sphären kann durch den Abfall der Laserenergie in der Peripherie der Linse erklärt werden. 3. Behandlungen mit asphärischen Ablationsprofilen waren weniger anfällig für die Induktion von Aberrationen durch Dezentrierung der Ablation.

 
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