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Abstract
P 235
Korneale Flapschnitte mit dem 200 kHz WaveLight UltraFlap Femtosekundenlaser: Genauigkeit, Morphologie und Histopathologie
Ramin Khoramnia1, Chris Patrick Lohmann1, Christian Wüllner2, Christof Donitzky2, Christoph Winkler von Mohrenfels1
1Augenklinik, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München; 2WaveLight AG, Erlangen
Hintergrund
Im Rahmen der LASIK ist eine hohe Präzision bei kornealen Flapschnitten von großer Bedeutung. Besonders die Herstellung sehr dünner Flaps bei der Sub-Bowman’s Keratomileusis gewinnt zunehmend an Wichtigkeit. Derzeit zeigt sich ein Trend zu schnelleren Femtosekundenlasern, die Flaps in kürzerer Zeit erzeugen können. Ziel dieser Studie war es, die mittels eines 200 kHz Femtosekundenlasers hergestellten Flaps bzgl. ihrer Genauigkeit, Morphologie und Histopathologie zu beurteilen.
Methode
An 36 Schweineaugen wurden mit dem Prototypen eines 200 kHz WaveLight UltraFlap Femtosekundenlasers (WaveLight, Erlangen, Deutschland) korneale Flaps erzeugt. Die Augen wurden bzgl. ihrer Schnitttiefe in drei Gruppen eingeteilt (100 µm, 130 µm und 180 µm). Außerdem variierte der Flapdurchmesser zwischen Werten von 8,0 und 9,5 mm. Nach Herstellung der Flaps wurden alle Augen untersucht um die Genauigkeit des Schnittes und potentielle Schäden zu eruieren. Anschließend wurden Flap-Durchmesser mittels Schublehre und Flap-Dicken mittels Mikrometer gemessen. Ferner wurden Flaps für eine weitere histopathologische Untersuchung aufbereitet.
Ergebnisse
Alle Flaps ließen sich problemlos und ohne Komplikationen herstellen. Die Mittelwerte der Flapdicken betrugen 96,33±7,45 µm (beabsichtigte Dicke: 100 µm), 134,67±4,96 µm (beabsichtigte Dicke: 130 µm) und 174,59±9,35 µm (beabsichtigte Dicke: 180 µm). Die Schnittdicke zeigte in allen drei Gruppen eine hohe Genauigkeit. Die Mittelwerte der Durchmesser betrugen 8,03±0,15 mm (beabsichtigter Durchmesser: 8,0 mm), 8,56±0,10 mm (beabsichtigter Durchmesser: 8,5 mm), 9,09±0,10 mm (beabsichtigter Durchmesser: 9,0 mm) und 9,54±0,15 mm (beabsichtigter Durchmesser: 9,5 mm). Die Abweichungen von gemessenem und geplantem Durchmesser unterschieden sich bei den vier verschiedenen Durchmessern nicht signifikant. Die histopathologische Untersuchung zeigte wenige bis fast keine Veränderungen in der kornealen Struktur.
Schlussfolgerungen
Die Herstellung von Flaps konnte problemlos und ohne Komplikationen durchgeführt werden. Bzgl. der Genauigkeit und Morphologie der Flaps zeigte sich eine hohe Zuverlässigkeit und Präzision. Die histopathologische Untersuchung ergab eine glatte Schnittkante mit wenigen bis fast keinen Veränderungen in der Struktur des kornealen Stromas. Daher scheint der 200 kHz Femtosekundenlaser ein vielversprechendes Gerät in der refraktiven Chirurgie zu sein. Die visuellen Ergebnisse müssen in weiteren Studien untersucht werden. |
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