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Abstract

P 236

Evaluation des vertikalen und horizontalen ziliaren Sulkusdurchmessers mit dem Ultraschallbiomikroskop

Julia Lasseck1, Laura Bredow1, Daniel Böhringer1, Enrique Pfeiffer2, Thomas Reinhard1
1Universitäts-Augenklinik FreiburgM; 2Sonomed, Inc, Barcelona, Espain

Hintergrund
Die Implantation von Hinterkammerlinsen (HKL) in den Sulcus ciliaris von phaken Augen spielt in der refraktiven Myopiekorrektur eine zunehmend größere Rolle. Für die Minimierung des Katarakt-/Komplikationsrisikos sind die exakte Vermessung des präoperativen Sulkusdruchmessers und die daran orientierte Wahl des HKL-Durchmessers ausschlaggebend. Für die Schätzung des Sulkusdurchmessers haben sich bisher viele Chirurgen am horizontalen White-to-White (WTW) orientiert, obwohl das Ausmaß der Korrelation zwischen diesen beiden Parametern kontrovers diskutiert wird. Wir untersuchten mit dem Ultraschallbiomikroskop (UBM) systematisch den ziliaren Sulkusdurchmesser in verschiedenen Achsen und evaluierten Zusammenhänge mit anderen anatomischen Messparametern des Auges.
Methode
An emmetropen und myopen Augen (je n=8) wurde der vertikale und horizontale Sulkusdurchmesser (Mittelwert aus 6 Einzelmessungen) mit dem 35 MHz VuMax UBM (Sonomed) gemessen. Weitere Messparameter (u.a. WTW, sphärisches Äquivalent, Vorderkammertiefe, Hornhauttopographie) wurden mit dem Orbscan II und Carl Zeiss IOL-Master erhoben. Mit dem gepaarten t-test wurde die Beziehung von vertikalem zu horizontalem Sulkusdurchmesser ermittelt. Mit Hilfe von linearen Regressionsanalysen wurde die Korrelation von gemessenem Sulkusdurchmesser mit anderen Messparametern ermittelt.
Ergebnisse
In 15 von 16 Augen war der vertikale Sulkusdurchmesser größer als der horizontale. Der Sulkusdurchmesser (MW ± SD) in unserer  Gesamtkohorte war vertikal 12,27 ± 0,38 mm, horizontal 12,02 ± 0,35 mm. Die Differenz (vertikal zu horizontal) war in der emmetropen Gruppe größer (0,27 mm, p<0,05) als in der myopen Gruppe (0,23 mm, p<0,02). Es fand sich keine statistisch signifikante Korrelation zwischen Sulkusdurchmesser und sphärischem Äquivalent. Der Korrelationskoeffizient zwischen WTW (Orbscan) und horizontalem Sulkus ist mit 0,71 statistisch signifikant (p<0,01), zwischen WTW und vertikalem Sulkus mit 0,46 nicht statistisch signifikant.
Schlussfolgerungen
Die direkte Sulkusmessung mit dem UBM bietet größtmögliche Genauigkeit. Der ziliare Sulkus hat eine hochovale Konfiguration, welche bei der Wahl des phaken HKL-Durchmessers beachtet werden sollte, um Rotationsstabilität zu erreichen.

 
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