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Abstract

P 241

Veränderungen im Bereich des vitreoretinalen Interfaces in der hochauflösenden Spectral Domain OCT bei Geographischer Atrophie bei AMD

Christian Karl Brinkmann1, Monika Fleckenstein1, Ute E. K. Wolf-Schnurrbusch2, Peter Charbel Issa1, Hans-Martin Helb1, Steffen Schmitz-Valckenberg1, Sebastian Wolf2, Frank G. Holz1
1Universitäts-Augenklinik Bonn, 2Inselspital, Bern, Schweiz

Hintergrund
Identifikation von Veränderungen im Bereich des vitreoretinalen Interfaces in Augen mit geographischer Atrophie (GA) bei AMD mittels Spectral Domain (SD)-OCT.
Methode
Siebzig Augen (70 Patienten, 23 m, 47 w; 78 ± 13 Jahre) mit GA wurden mittels hochauflösender simultaner konfokaler Scanninglaser Ophthalmoskopie (cSLO) und SD-OCT Bildgebung (Spectralis HRA+OCT, Heidelberg Engineering) untersucht. Das integrierte „Eye-Tracking“ System ermöglicht eine exakte topographische Zuordnung der quasi in vivo-Histologie im SD-OCT-Scan mit den Atrophiearealen der Fundus-Autofluoreszenz (FAF). Neben der morphologischen Darstellung der Atrophiezonen ist auch eine Analyse epiretinaler Veränderungen bis hin zur hinteren Glaskörper-Grenzmembran (GGM) möglich.
Ergebnisse
Die Atrophieareale wurden hinsichtlich Randbeschaffenheit unterschieden: 62,9% der Patienten zeigten unscharfe, girlandenartige Atrophieränder, 37,1% scharf begrenzte Atrophieränder. Bei 31,4% fanden sich partielle epiretinale Membranproliferationen, bei 37,2% markante epiretinale Gliosen. 64,2% hatten eine komplette foveale GGM-Abhebung, 35,8% zeigten foveale GGM-Adhäsionen. Der Zusammenhang von girlandenartiger Randunschärfe der Atrophie und Vorliegen einer markanten epiretinalen Gliose erwies sich als statistisch signifikant (p<0,001), zusätzlich verstäkt durch GGM-Adhäsion. Das Patientenalter hingegen beeinflusst das Ausmaß einer epiretinalen Gliose und der GGM-Abhebung nur tendenziell (p<0,05).
Schlussfolgerungen
Neueste Entwicklungen in der retinalen Bildgebung erlauben die Darstellung morphologischer Prozesse im Bereich einzelner Netzhautschichten, aber auch des vitreoretinalen Interfaces und des posterioren Glaskörpers. Die Ergebnisse legen nahe, dass Areale mit GA im Rahmen der AMD relativ häufig mit epiretinalen Veränderungen assoziiert sind. Basierend auf diesen Befunden soll eine mögliche prädiktive Bedeutung dieser Veränderungen sowohl hinsichtlich der GA-Progression als auch der Visusprognose untersucht werden.

 
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