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Abstract
P 242
Intra- and Interobserver Variabiltät für die Atrophiequantifikation von Patienten mit geographischer Atrophie infolge altersabhängiger Makuladegeneration im Reading Center
Philipp Herrmann, Steffen Schmitz-Valckenberg, Monika Fleckenstein, Arno Göbel, Almut Wittich, Frank G. Holz
Universitäts-Augenklinik Bonn
Hintergrund
Fundusautofluoreszenz (FAF)-Aufnahmen ermöglichen eine semi-automatisierte Detektion von Arealen geographischer Atrophie (GA) bei AMD (Deckert et al. 2005). Ziel dieser Studie ist die Untersuchung der intra- und interobserver Reproduzierbarkeit der Atrophiequantifikation in einer großen multizentrischen Studie bei der Auswertung in einem Reading-Center.
Methode
Durch konfokale Scanning Laser Ophthalmoskopie gewonnene FAF-Aufnahmen (Spectralis/Heidelberg Retina Angiograph, Heidelberg Engineering) von GA-Patienten der multizentrischen „Natural History of Geographic Atrophy Progression“ (GAP) - Studie wurden standardisiert ausgewertet. Die Auswahl der Aufnahmen erfolgte nach dem Zufallsprinzip. Zwei unabhängige Untersucher quantifizierten die Gesamtatrophiefläche bei 59 GA-Augen mittels semi-automatisierter Software. Zur Bestimmung der intraobserver Variabilität wurden 28 dieser Augen mindestens einen Monat nach der ersten Quantifizierung erneut von beiden Untersuchern vermessen. Die minimale Größe der Atrophieareale wurde auf 0.05 mm2 begrenzt. Korrespondierende Infrarotaufnahmen standen gleichzeitig zur Überprüfung der Atrophieareale und deren Grenzen zur Verfügung. Die Übereinstimmung wurde mit Hilfe der Bland-Altmann-Analyse ausgewertet.
Ergebnisse
Die durchschnittliche Gesamtatrophiegröße aller Augen betrug 7,21 mm2. Die mittlere Differenz innerhalb der Untersucher (intraobserver) betrug -0.06 mm2 (95% Konfidenzintervall [KI], -0.20 bis 0.07) für Untersucher 1 und -0.06 mm2 (95% KI, -0.16 bis 0.05) für Untersucher 2. Die mittlere Differenz zwischen den Untersuchern (interobserver) war 0.08 mm2 (95% KI, -0.07 bis 0.22). Gründe für Abweichungen umfassten Schwierigkeiten beim Erkennen einer fovealen Mitbeteiligung, dem Vorhandensein konfluierender peripapillärer Atrophien und kleinere GA-Satelliten.
Schlussfolgerungen
Die standardisierte, semi-automatisierte Analyse von Atrophieflächen bei geographischer Atrophie durch Verwendung von FAF-Aufnahmen erlaubt eine akkurate und gut reproduzierbare Messung. Die genaue Bestimmung von Atrophieflächen spielt bei der Bobachtung der GA-Progression, insbesondere im Hinblick auf therapeutische Implikationen zur Progressionsverlangsamung eine entscheidende Rolle. |
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