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Abstract
P 243
Fundusautofluoreszenzmuster bei früher altersabhängiger Makuladegeneration als Risikofaktor für geographische Atrophie
Andreas Mößner1, Frank G. Holz2, Monika Fleckenstein3, Steffen Schmitz-Valckenberg3, Christian Foja1
1Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig, 2GRADE Reading Center, Universitäts-Augenklinik Bonn, Bonn, 3Universitäts-Augenklinik Bonn
Hintergrund
Im Rahmen der prospektiven multizentrischen FAM-Studie (Fundus Autofluoreszenz bei altersabhängiger Makuladegeneration) wurde das prädiktive Merkmal verschiedener Autofluoreszenzmuster (FAF) in Gegenwart einer frühen AMD untersucht hinsichtlich der Entwicklung einer geographischen Atrophie (GA).
Methode
Zusätzlich zur ophthalmogischen Standarduntersuchung wurden mit einem konfokalen Scanning Laser Ophthalmoskop (HRA, Heidelberg Engineering) FAF Bilder aufgenommen. Die FAF wurde gemäß der Klassifikation der “international fundus autofluorescence classification group” (IFAG) in 8 verschiedene FAF-Muster eingeteilt.
Ergebnisse
123 Augen von 123 Patienten mit Drusen wurden untersucht. Die Häufigkeitsverteilung der verschiedenen FAF-Muster war: Minimal change bei 29 (24%), focal bei 27 (22%), patchy bei 26 (21%), reticular bei 14 (11%), lace-like bei 12 (10%), speckled bei 7 (6%), focal plaque-like bei 4 (3%), und linear bei 4 Augen (3%). Während eines Beobachtungszeitraums von 6-81 Monaten (im Durchschnitt 34±21 Monate) entwickelten 24 Augen (19,5%) eine GA. Bei Erstuntersuchung zeigten hiervon 10 Augen das Muster lace-like (83% aller Augen mit lace-like Muster), 4 Augen das Muster patchy (15 % aller Augen mit patchy Muster), 3 Augen die Muster speckled (43% aller Augen mit diesem Muster) und ein Auge das Muster focal (4% aller Augen mit diesem Muster). Je 3 von 4 Augen (75%) mit dem Muster linear und focal plaque-like entwickelten eine GA.
Schlussfolgerungen
Die FAF-Muster lace-like, linear und focal plaque-like zeigten das höchste Risiko für eine Progression zur GA und stellen ein prädiktives Merkmal dar. FAF-Imaging als nicht invasive Untersuchungsmethode zur Detektion verschiedener FAF-Muster gestattet eine Risikoeinschätzung für eine Progression der trockenen AMD. |
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