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Abstract

P 245

Vergleich verschiedener bildgebender Verfahren zum Staging der AMD in klinischen Studien

Tina Ristau1, Nils F. Mokwa1, Pearse A. Keane2, Srinivas R. Sadda2, Bernd Kirchhof1, Sandra Liakopoulos1
1Zentrum für Augenheilkunde, Universitätskliniken Köln, Köln, 2Doheny Retina Institute, Los Angeles, CA, United States

Hintergrund
Vergleich von Fundusfotographie (FP), Fluoreszenzangiographie (FP) und Spektral Domain OCT (SDOCT) zum Staging der AMD.
Methode
Von 29 Augen mit AMD und 21 Kontrollaugen wurden FPs, FAs und SDOCT-Volumenscans (20°x15° zusammengesetzt aus 37 B-scans) gesammelt. Die Kontrollaugen durften keine Zeichen einer AMD, jedoch andere retinale Veränderungen aufweisen. Alle Bilder wurden von einem zertifizierten Reading Center Grader unabhängig voneinander und verblindet ausgewertet. Es wurde notiert, ob Zeichen einer AMD, wie große Drusen (> 125µm), eine Atrophie des retinalen Pigmentepithels (RPE), subretinales Gewebe oder eine Pigmentepithelabhebung, vorlagen.  Zusätzlich wurden Zeichen einer aktiven choroidalen Neovaskularisationsmembran (CNV), wie eine Blutung, intraretinale oder subretinale Flüssigkeit erfasst. Die Augen wurden in fünf Stadien unterteilt: 1- keine AMD, 2- frühe AMD, 3- intermediäre AMD, 4- geographische Athrophie, 5- neovaskuläre AMD. Ein Befund galt als vorhanden, wenn er mit mindestens einem bildgebenden Verfahren zu erkennen war. Die Sensitivität der Instrumente für die Identifizierung der verschiedenen Befunde wurde berechnet.
Ergebnisse
Die Diagnose einer neovaskulären AMD wurde in 20 Augen und die einer geographischen Atrophie an einem Auge gestellt. FPs zeigten die höchste Sensivität zur Erkennung einer AMD (28/29=97%) und großer Drusen (10/14=71%) und die niedrigste Sensivität für die Erfassung einer neovaskulären Form der AMD (16/20).  Die FA zeigte die höchste Sensivität zur Erkennung der neovaskulären Form der AMD (20/20=100%), einer RPE-Atrophie (7/13=77%), einer CNV (24/24=100%) und Zeichen der Aktivität einer CNV (18/21=86%) sowie die niedrigste Sensivität für das Erfassen von großen Drusen (8/14=57%). Im SDOCT war die Sensivität für die Entdeckung von großen Drusen (10/14=71%), einer CNV (24/24=100%) und Zeichen der Aktivität einer CNV (18/21=86%) am höchsten und für Sensivität zum Erkennen einer AMD (26/29=90%) und einer RPE-Atrophie (7/13=54%) am niedrigsten. Das Auge mit geographischer Atrophie wurde mit allen Untersuchungsformen erkannt.
Schlussfolgerungen
Das Vorhandensein von Drusen und RPE-Veränderungen kann am besten mithilfe von FPs erfasst werden. FA und SDOCT-Bilder sind sensitiver für die Erkennung der neovaskulären Form der AMD und Zeichen für eine Aktivität der CNV. Weitere Studien sind notwendig, um die Rolle der bildgebenden Verfahren für das Staging der AMD in klinischen Studien genauer zu definieren.

 
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