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Abstract
P 247
Messunterschiede der Makuladicke bei cystoidem Makulaödem unterschiedlicher Genese in TD-OCTs vs. FD-OCTs
Silvia Chaber, Horst Helbig, Maria-Andreea Gamulescu
Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Regensburg, Regensburg
Hintergrund
Beim Wechsel von bisher gebräuchlichen Time-domain-OCTs (TD-OCT) auf Frequency-domain-OCTs (FD-OCT) stellt sich die Frage der Vergleichbarkeit von Messergebnissen. Bei der Bestimmung der zentralen Makuladicke bei Normalprobanden konnte bereits ein signifikanter Unterschied festgestellt werden. Dieser Unterschied in der Messgenauigkeit soll nun bei Patienten mit einem cystoiden Makualödem (CM) evaluiert werden.
Methode
An 17 Augen (14 Patienten) mit einem CM im Rahmen einer diabetischen Makulopathie (DM, n=12), bei Z.n. Zentralvenenthrombose (ZVT, n=3) bzw. Venenastthrombose (VAT, n=2), wurde jeweils eine OCT-Untersuchung (Mapping) mit Berechnung der zentralen und umgebenden Netzhautdicke (in 1, 3, und 6 mm Abstand von der Fovea), mit dem Stratus OCT (Carl Zeiss Meditec Inc.; TD-OCT) sowie dem Spectralis-OCT (Heidelberg Engineering GmbH 2008; FD-OCT) durchgeführt.
Ergebnisse
Die mittlere zentrale Makuladicke (MZMD) der Probanden betrug gemessen im Stratus OCT 378 mm und im Spectralis-OCT 460 mm. Die Differenz betrug im Mittel 82 mm (21,7 %) und war statistisch hoch signifikant (p < 0,001). Der Vergleich der automatisch ermittelten fovealen Einzelmessungen im Stratus OCT ergab eine Makuladicke von 375 µm und im Spectralis-OCT von 441 µm. Die Differenz betrug im Mittel 66 µm (17,6 %) und war statistisch signifikant (p = 0,03). Der Vergleich der umgebenden 8 Segmente ergab folgende Differenzen zwischen den beiden Geräten (TD-OCT vs. FD-OCT): Innen Oben (IO) 64 µm, außen oben (AO) 52 µm, innen unten (IU) 54 µm, außen unten (AU) 47 µm, innen nasal (IN) 62 µm, außen nasal (AN) 48 µm, innen temporal (IT) 71 µm, außen temporal (IT) 57 µm. Diese Differenzen waren bis auf AO (p = 0,09) statistisch hoch signifikant ( p < 0,001).
Schlussfolgerungen
Der signifikante Unterschied bei der Bestimmung der mittleren zentralen Makuladicke sowie der fovealen Einzelmessungen durch die zwei Geräte kann darauf zurückgeführt werden, dass im Stratus OCT die Schichten der äusseren Photorezeptorsegmente und des retinalen Pigmentepithels nicht für die Berechnung miterfasst werden, während im Spectralis-OCT beide Schichten mit eingeschlossen werden. Dieser Unterschied sollte bei der Auswertung abgezogen bzw. hinzugefügt werden. |
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