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Abstract

P 249

Klinische Anwendung des digitalen 200°-Weitwinkel-Angiographiesystems Optomap® fa

Eva Jakob, Maria Sanchez, Stefan Dithmar
Universitäts-Augenklinik Heidelberg

Hintergrund
Das Gerät Optomap® fa verfügt über einen 200°-Laserscanner zur Erstellung von Fundusfotografien und beinhaltet eine Ultraweitwinkel-Angiographiefunktion (Auflösung 14µm). Beide Modi bieten zusätzlich eine Einstellung für zentrale 100° Aufnahmen in einer Auflösung von 11µm. Die Aufnahmetechnik basiert auf einem grünen (532nm) und roten (633nm) Laser für die Scanningfunktion und einem blauen (488nm) für die Angiographieaufnahmen. Die 200°-Abbildungen sind in Miosis möglich, wobei eine Pupillenweite von mindestens 2mm ausreichend ist.
Methode
Patienten mit verschiedenen zentralen wie auch peripheren Netzhautpathologien wurden angiographisch mit dem Optomap® fa untersucht.
Ergebnisse
Der Optomap® fa bietet eine benutzerfreundliche Menüführung. Die sehr nah am Gerät erforderliche Positionierung des Patienten bei der Untersuchung ist nicht einfach, der Untersucher muss gut eingearbeitet und der Patient kooperativ sein um gute Bildergebnisse zu erzielen. Bei Patienten, die nicht fixieren können oder eine enge Lidspalte haben sind Aufnahmen schwierig. Die 200°-Weitwinkeloptik ermöglicht eine gute Darstellung des ganzen Fundus inklusive Zentrum und Peripherie gleichzeitig auf einem Bild. Wir konnten keinen Unterschied bezüglich der Darstellbarkeit zwischen Aufnahmen bei enger und weiter Pupille feststellen.
Die Farbgebung im Fotografiemodus ist oftmals nicht realistisch, da die Bildentstehung auf nur zwei verschiedenen Wellenlängen basiert. Bei der Ultraweitwinkel-Angiographie können Zentrum und Peripherie gleichzeitig dargestellt werden, so dass keine Composite-Aufnahmen erstellt werden müssen. Die Auflösung der Angiographieaufnahmen ist vergleichbar mit anderen Angiographiesystemen. Autofluoresenz- und Indozyaningrün-Aufnahmen sind mit diesem Gerät noch nicht möglich.
Schlussfolgerungen
Mit dem Optomap® fa können durch die 200°-Optik periphere Netzhautbefunde sowohl im Fotografiemodus wie auch angiographisch gut dargestellt werden. Das Gerät ist besonders geeignet für die angiographische Diagnostik und Verlaufsdokumentation von retinalen Pathologien, die die Peripherie einbeziehen.

 
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