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Abstract
P 252
Quantitatives Imaging von Drusen mit hochauflösender optischer Kohärenztomographie (SD-OCT)
Ferdinand Georg Schlanitz, Christian Ahlers, Christopher Schütze, Géraldine Stock, Isabelle Golbaz, Stefan Sacu, Ursula Schmidt-Erfurth
Klinik für Augenheilkunde und Optometrie, AKH, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich
Hintergrund
Ziel der Studie war es, die Segmentationsalgorithmen der aktuellen hochauflösenden optischen Kohärenztomographen (SD-OCT) (Cirrus, Carl Zeiss Meditec; 3D-OCT1000, Topcon und HRA Spectralis, Heidelberg Engineering) auf ihre Fähigkeit hin zu überprüfen, Drusen korrekt zu identifizieren.
Methode
17 Augen von 13 Patienten, die Drusen der Klassifikation AREDS III/IV zeigten, wurden mit drei SD-OCT-Geräten (Cirrus, 3D-OCT1000 und HRA Spectralis) untersucht. Nach der Durchführung des automatischen Standard-Segmentationsprocederes wurden die Drusen in allen B-Scans jedes SD-OCT-Geräts von einem Untersucher dokumentiert. Anschließend wurde die Erfassung der Strukturen durch die automatische Segmentierung des retinalen Pigmentepitheliums (RPE) überprüft. Algorithmusfehler wurden je nach Abweichungsgrad als vernachlässigbar (VF), mittelschwer (MF) und schwer (SF) klassifiziert. Das Verhältnis zwischen der Größe der Druse und ihrer Erfassung durch die Segmentierungslinie wurde errechnet. Mit einem speziell programmierten Matlab-Programm wurden die dokumentierten Drusen auf einer Karte (Map) eingezeichnet.
Ergebnisse
Das Cirrus-OCT (Zeiss) zeigte signifikant (p <0,001) weniger Fehler als das 3D-OCT1000 (Topcon). Dabei bot der 200x200-Scan eine bessere Erkennung der identifizierten Drusen (33% VF vs. 22% im 512x128-Scan). Das 3D-OCT1000 erkannte <7,6% der Drusen. Das Spectralis bietet derzeit keine echte RPE-Segmentierung an; die ersatzweise gewählte Segmentierung der Bruch´schen Membran erwies sich als für die Erfassung von Drusen ungeeignet. Die mittlere basale Breite einer erfolgreich erfassten Druse betrug 270µm (σ 121) im Cirrus 200x200-Scan respektive 343µm (σ 140) im 512x128-Scan. Die Auszählung der kartographierten Drusen ergab in einigen Fällen >200% mehr Drusen als im Standard-Fundusfoto sichtbar waren.
Schlussfolgerungen
Obwohl die SD-OCT prinzipiell gut für die Erkennung von Drusen geeignet ist, zeigten die in dieser Studie verwendeten Segmentationsalgorithmen einen deutlichen Korrekturbedarf. Die signifikant höhere Detektionsrate von Drusen im SD-OCT verglichen mit der der Fundusfotografie zeigt das Potential der SD-OCT in der Diagnostik der frühen altersbedingten Makuladegeneration. |
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