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Abstract
P 253
Heidelberg Spectralis-OCT: Abhängigkeit der zentralen Netzhautdicke und der parapapillären Nervenfaserschicht von der Bulbuslänge und Refraktion bei augengesunden Probanden
Ann-Christin Stiller, Yaroslava Chopovska, Melanie Jäger, Birgit Lorenz
Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Standort Gießen, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen
Hintergrund
Ziel dieser Studie war zu ermitteln, ob eine Abhängigkeit zwischen der mittels Spectralis-OCT (Heidelberg Engineering, duales System aus SD-OCT und cSLO) gemessenen Netzhautdicke und der parapapillären Nervenfaserschichtdicke von der Refraktion und Bulbuslänge existiert.
Methode
Wir führten Messungen am rechten Auge von 53 augengesunden Probanden (Alter: 23-30 Jahre) durch. Ein zentraler 25 Schichten Volumen-Scan durch die Makula wurde erstellt. Mit einem kreisförmigen Scan um die Papille wurde die peripapilläre Nervenfaserschichtdicke vermessen. Die Refraktion wurde mit einem Autorefraktometer der Firma Topcon in Miosis und die Bulbuslänge mit dem IOL-Master (Fa. Zeiss, Meditec) ermittelt. Die minimale foveolare und zentrale Netzhautdicke, die inneren und äußeren ETDRS-Zonen, Makulavolumen und peripapilläre Nervenfaserschichtdicke wurden auf eine mögliche Abhängigkeit von der Refraktion und der Bulbuslänge mittels Pearson-Regression überprüft.
Ergebnisse
Das sphärische Äquivalent lag zwischen -6,75 dpt und +2,5 dpt (Mittelwert -0,95 dpt), die Bulbuslänge zwischen 22,23 mm und 27,12 mm (Mittelwert 23,81 mm). Es zeigte sich keine Abhängigkeit der minimalen foveolaren und zentralen Netzhautdicke, der äußeren Zonen der Makula, des foveolaren, des äußeren und des Gesamtvolumens der Makula von den beiden Parametern. Während sich zwischen den inneren Zonen der Makula und dem sphärischen Äquivalent keine Abhängigkeit ergab, nahmen die gemessene Netzhautdicke der inneren superioren, nasalen und inferioren Zone und das Gesamtvolumen der inneren Netzhautzonen bei Zunahme der gemessenen Bulbuslänge ab (p>0,05). Ein deutlicher Zusammenhang fand sich zwischen der superioren und inferioren parapapillären Nervenfaserschichtdicke und dem sphärischen Äquivalent und der Bulbuslänge (p<0,01, r>0,40). Eine Abhängigkeit der temporalen und nasalen Nervenfaserschichtdicke von den beiden Parametern fand sich hingegen nicht (p<0,4).
Schlussfolgerungen
Aufgrund der hohen Geschwindigkeit der Messungen mit Spectralis-OCT und der Korrektur der Augenbewegungen durch cSLO kann nun insbesondere die foveale Netzhautdicke mit hoher Genauigkeit bestimmt werden. Während bei gesunden Augen die Dicke der Parafovea bei Zunahme der Bulbuslänge abnimmt, werden die Foveadicke, das Makulavolumen und die physiologisch dünneren Areale der Nervenfaserschichtdicke von der Augenlänge nicht beeinflusst. |
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