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Abstract

P 257

Hyaloidotomie mit dem Argon-Laser bei subhyaloidaler Blutung auf Grund einer proliferativen diabetischen Retinopathie

Sebastian Kramer, Stephan Hoffmann, Sebastian Walter, Andreas Christian Schroeder, Berthold Seitz
Klinik für Augenheilkunde, Universitätskliniken des Saarlandes, Homburg/Saar

Hintergrund
Bei einer subhyaloidalen Blutung kommt es zu einer Sanguination zwischen hinterer Glaskörper-Grenzmembran und Netzhaut. Sie tritt gehäuft bei Patienten mit einer gestörten Hämostase oder Fibrinolyse auf, aber auch bei Patienten mit einer Mikrovaskulopathie wie sie typisch für den Diabetes mellitus ist. Für den Patienten geht dies je nach Lage und Ausbreitung der Blutung mit einer zum Teil massiven Visusbeeinträchtigung einher. Therapeutisch werden neben der primären pars-plana Vitrektomie auch minimal invasive Verfahren diskutiert.
Methode
Im Januar 2009 stellte sich ein 54-jähriger Mann mit akuter Visusminderung des rechten Auges in unserer Poliklinik vor. Der bestkorrigierte Visus des rechten Auges betrug Fingerzählen, der Visus des linken Auges 0,9. An Allgemeinerkrankungen ist ein insulinpflichtiger Diabetes seit 1995 bekannt der aktuelle HbA1c betrug 9,5%. Anamnestisch sei zwei Jahre zuvor beidseits eine panretinale Argon-Laser-Behandlung in einer anderen Klinik durchgeführt worden. Funduskopisch zeigte sich am rechten Auge eine ausgeprägte, bis über die Makula reichende, subhyaloidale Blutung mit kaudaler Spiegelbildung im Rahmen der proliferativen diabetischen Retinopathie.Es erfolgte direkt bei Vorstellung eine Hyaloidotomie mit dem Argon-Laser. Unmittelbar nach Behandlung kam es zu einer raschen Diffusion der Sanguination aus dem Bereich der Makula nach kaudal, sowie zu einer direkten Visusverbesserung auf 0,8 innerhalb von 10 Minuten nach dem Eingriff. Gleichzeitig begannen wir mit einer ergänzenden panretinalen Photokoagulation der Netzhaut.
Ergebnisse
Am zweiten postoperativen Tag hatte sich nahezu das gesamte subhyaloidale Blut nach kaudal verlagert. Lediglich eine kleine parapapilläre Rest-Sanguination war am zentralen Fundus zu sehen. Der Visus betrug zu diesem Zeitpunkt bereits 1,0 und blieb bis zur Nachkontrolle nach einer Woche stabil.
Schlussfolgerungen
Die Hyaloidotomie mit dem Argon-Laser zur Behandlung einer frischen subhyaloidalen Blutung ist eine sichere und effektive Methode. Sie führt zu einer raschen Visuserholung, wodurch ein invasiver glaskörperchirurgischer Eingriff vermieden werden kann. Ferner werden die Nachteile eines photodisruptiven Nd:YAG-Lasers durch Vermeidung einer Druckwelle in Foveanähe vermieden.

 
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