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Abstract
P 260
RIP Syndrom bei traktiver diabetischer Makulopathie
Nadia Kicová, Stefan Mennel
Augenklinik, Standort Marburg, Universitätklinikum Gießen und Marburg, Marburg
Hintergrund und Ziel:
Makuläre Erkrankungen können durch vitreoretinale Traktionen verursacht sein oder zu ihrer Progression beitragen. Dass vitreoretinale Traktionen subretinale Pathologien verursachen, wurde kürzlich im Rahmen der altersbezogenen Makuladegeneration beschrieben. Es wird angenommen, dass Einrisse im Pigmentblatt oder die Ausbildung subretinaler choroidaler Neovaskularisationen durch Glaskörpertraktionen bedingst sein können.
Methoden:
Ein 65-jähriger Patient beklagte einen progredienten Visusabfall vor allem am linken Auge. Aufgrund einer proliferativen diabetischen Retinopathie, welche seit 3 Jahren bekannt ist, erfolgte die pantretinale Laserkoagulation. Diabetes mellitus Typ II ist seit 20 Jahren bekannt, eine Insulintherapie erfolgt seit 9 Jahren.
Ergebnisse:
Die Visusuntersuchung zeigte einen weiteren Visusabfall links von 0,3 auf 0,1. Angiographisch zeigt sich eine retinale Ischämie der zentralen Makula und im temporalen Bereich der Makula ein Fensterdefekt, nasal davon ein Blockadephänomen. Die optische Kohärenztomographie weist ausgeprägte vitreoretinlae Traktionen nach, und zusätzlich eine Elevation im Bereich der zentralen Makula. Im Rahmen der PPV konnten die Traktionen entfernt werden, und das Bild eines RIP-Syndroms bestätigt werden.
Schlussfolgerungen:
RIP Syndrome wurden im Rahmen der AMD bereits beschrieben und eine vitreoretinale Traktion als eventuelle Ursache postuliert. Dieser Fall stellt einen weiteren Hinweis dar, dass präretinale Traktionen subretinale Pathologien hervorrufen oder in ihrem Ausmaß verstärken können. |
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