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Abstract
P 261
Diabetische Makulopathie: Untersuchung strukturell-funktioneller Korrelationen mit spectral domain OCT und fundusbasierter Mikroperimetrie
Wiebke Krüger, Andreas Henschel, Matthias Gutfleisch, Albrecht Lommatzsch, Daniel Pauleikoff, Georg Spital
Augenabteilung am St. Franziskus Hospital, Münster
Hintergrund
Die hochauflösende spectral domain OCT–Technik (sdOCT) erlaubt eine feinstrukturelle in vivo Analyse retinaler Läsionen. In der vorliegenden Untersuchung soll genauer analysiert werden, inwieweit sich die unterschiedlichen retinalen Läsionen im Rahmen der verschiedenen Stadien eines diabetischen Makulaödems (DMÖ) auf die, mittels funduskorrelierter Mikroperimetrie (MP-1) erfasste, Netzhautfunktion auswirken.
Methode
Durch kombinierte FLA und sdOCT (Spectralis,HE)-Technik werden ortsgenau zuzuordnende hochauflösende retinale Schichtdarstellungen der gesamten Makula angefertigt. Dabei werden die unterschiedlichen diabetogenen retinalen Läsionen in ihrer Verteilung erfasst. Die Auswertung der Netzhautdicke, sowie Art und Ausmaß der Läsionen erfolgte anhand eines Auswertungsrasters in Anlehnung an ETDRS. Diese Parameter werden korreliert zur mikroperimetrisch erfassten Netzhautsensitivität, Fixationsverhalten, sowie dem bestkorrigiertem Visus.
Ergebnisse
Bei 40 Augen von 25 Patienten (35 -71 J; mittlere Diabetesdauer 13 J) mit geringgradiger (einzelne Mikroaneurysmata) bis ausgeprägter Makulopathie (klinisch signifikantes fokales/diffuses MÖ) und unterschiedl. Grad retinaler Zystenbildung wie Lipidexsudation, fanden sich folgende strukturell anatomischen Zusammenhänge: Die lokale Netzhautdicke korrelierte mit wenigen Abweichungen zum relativen Abfall retinaler Sensitivität in den Feldern. Zystenbildung minderte erst bei ausgeprägter Durchsetzung mehrerer retinaler Schichten erkennbar die lokale Sensitivität. Das Ausmaß der Lipidexsudate dagegen war zu lokal geminderter Sensitivität assoziiert, was sich bei ausgeprägter Lipidexsudation noch nach ihrem klinischen Verschwinden nachweisen ließ. Massivste Sensitivitätsminderung war im Bereich von Lasereffekten erkennbar. Selbst über klinisch kaum imponierende Lasernarben war die Netzhautsensitivität nahezu erloschen. Die Fixationsstabilität korrelierte kaum zur Sehschärfe und zentralen OCT Dicke.
Schlussfolgerungen
Die unterschiedlichen makulären Läsionen im Rahmen einer diabetischen Retinopathie lassen sich in vivo gut mittels sdOCT Technik erfassen. Es ist neben der Quantifizierung der Netzhautdicke auch eine läsionsspezifische retinale Analyse möglich. In Korrelation mit der Mikroperimetrie können Unterschiede der Netzhautsensitivität wie des Fixationsverhaltens in Abhängigkeit von Art, Menge und Verteilung der Läsionen (z.B. Zyste, Lipidexsudat) wie vom lokalem Ödemausmaß erkannt werden. |
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