DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft
  English Site Suche:  
  107. DOG-Kongress Home

DOG-Kongressinformation

DOG-Kongress Bildergalerie

Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise und Forschungsförderungen

Höhepunkte

Wissenschaftliches Programm
Feierliche Eröffnung
Schwerpunkte
Wissenschaftliches Programm
- Do, 24.09.09
- Fr, 25.09.09
- Sa, 26.09.09
- So, 27.09.09
- Posterausstellung
Symposien
Kurse
Firmenveranstaltungen
Satellitenprogramm

Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie

Presseservice

Programm downloaden / drucken [PDF, 11 MB]

Vorprogramm downloaden / drucken [PDF, 3 MB]

DOG-Homepage
 

Abstract

P 263

Automatische Dosimetrie für eine schonende Photokoagulation der Netzhaut

Ralf Brinkmann1, Jens Langejürgen1, Kerstin Schlott1, Marco Bever2, Katharina Herrmann2, Stefan Koinzer3, Johann Roider3, Reginald Birngruber1
1Institut für Biomedizinische Optik, Universität zu Lübeck, Lübeck, 2Medizinisches Laserzentrum Lübeck, Lübeck, 3Augenklinik, Campus Kiel, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Kiel

Hintergrund
Die Laser-Photokoagulation der Netzhaut ist eine etablierte Therapie für verschiedene Netzhauterkrankungen. Die Stärke und Ausdehnung der Koagulationen wird von der Temperatur und der Zeit erhöhter Temperatur während der Bestrahlung bestimmt. Der Temperaturanstieg selbst hängt jedoch nicht nur von den Laserparametern sondern auch von der unbekannten Pigmentierung am Augenhintergrund sowie der Transmission der Strahlung im gesamten Auge ab. Da sich beides inter- und auch intraindividuell ändern kann, sind die erzeugten Koagulationsherde in der Regel ungleichmäßig und oft zu stark, was zu Schmerzen (bei panretinaler Koagulation) und Skotomen führen kann. Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung einer automatisch gesteuerten Dosimetrie zur Photokoagulation, die für jeden Spot automatisch eine gleich starke vorher einstellbare Koagulationsstärke erzeugt. Der Arzt soll damit von jeglicher Dosimetrie befreit werden.
Methode
Zur Messung des Temperaturanstiegs in Echtzeit wird über Optoakustik realisiert. Hierfür werden gütegeschaltetete Nd:YLF-Laserpulse (527 nm, 200 ns, 1 kHz) zur Anregung von thermoelastischen Druckwellen aus der Netzhaut verwendet, die mit einem Ultraschallsensor, der in das Kontaktglas integriert ist, gemessen. Aus der Druckamplitude lässt sich die Momentantemperatur bestimmen. Die Probepulse wurden kollinear zur Behandlungslaserstrahlung (Zeiss Visulas, 532 nm) über die gleiche Faser und Spaltlampe übertragen. Untersuchungen wurden an Schweineaugen in vitro sowie Kaninchen in vivo durchgeführt.
Ergebnisse
Bestrahlungen mit einer Leistung von 175 mW auf einem Spotdurchmesser von 400 µm führten an mittelmäßig pigmentierten Schweinebulbi zu einer Temperaturerhöhung von 35 °C nach 500 ms mit einem etwa logarithmischen Temperaturanstieg, wie er aus der Wärmediffusionstheorie erwartet wird. Bei 200 ms Pulsdauer mit unterschiedlichen Laserleistungen ergab sich ein Temperaturanstieg von 0.18 K/mW zu Pulsende. Erste Ergebnisse zu Messungen an Kaninchen werden vorgestellt.
Schlussfolgerungen
Die Untersuchungen zeigen, dass eine Echtzeit-Temperaturmessung an der Retina bei Photokoagulation möglich ist. Die Ergebnisse sind viel versprechend bezüglich einer Dosimetriekontrolle, bei der der Behandlungslaser automatisch über die Momentan erzielte Temperaturerhöhung gesteuert wird. Es sollten so gleichmäßige Koagulationsstärken unabhängig von den Eigenschaften des individuellen Auges und der Netzhaut erzielbar sein.

 
Zurück    
Seitenanfang
     
s