DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft
  English Site Suche:  
  107. DOG-Kongress Home

DOG-Kongressinformation

DOG-Kongress Bildergalerie

Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise und Forschungsförderungen

Höhepunkte

Wissenschaftliches Programm
Feierliche Eröffnung
Schwerpunkte
Wissenschaftliches Programm
- Do, 24.09.09
- Fr, 25.09.09
- Sa, 26.09.09
- So, 27.09.09
- Posterausstellung
Symposien
Kurse
Firmenveranstaltungen
Satellitenprogramm

Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie

Presseservice

Programm downloaden / drucken [PDF, 11 MB]

Vorprogramm downloaden / drucken [PDF, 3 MB]

DOG-Homepage
 

Abstract

P 265

Die Bedeutung des Fibrinogen gamma (FGG) 10034C>T Genpolymorphismus als Risikofaktor für retinale Venenthrombosen

Christoph Werner1, Martin Weger1, Anton Haas1, Wilfried Renner2, Andreas Wedrich1, Otto Schmut1, Iris Steinbrugger1
1Universitäts-Augenklinik, Medizinische Universität Graz, Graz, Österreich, 2Klinisches Institut für Medizinische und Chemische Laboratoriumdiagnostik, Medizinische Universität Graz, Graz, Österreich

Hintergrund
Retinale Venenthrombosen sind häufige visusbedrohende Erkrankung, die vor allem Patienten nach dem 60. Lebensjahr betrifft. Erhöhte Plasmafibrinogenspiegel, welche wiederum zu einer gesteigerten Thrombozytenaggregation sowie zu einer Erhöhung der Blutviskosität führen, konnten bei Patienten mit retinaler Venenthrombose nachgewiesen werden. Ein Fibrinogen gamma Polymorphismus (FGG 10034C>T, rs2066865) wurde jüngst als neuer Risikofaktor für die tiefe Beinvenenthrombose in einer europäischen Population identifiziert. Die Bedeutung dieses Polymorphismus für retinale Venenthrombosen wurde bislang jedoch noch nicht untersucht.
Methode
In die vorliegende Studie wurden 678 Patienten (379 Frauen, 299 Männer) mit retinaler Zentralvenenthrombose und 357 Kontrollprobanden (207 Frauen, 150 Männer) eingeschlossen. Genotypen des FGG 10034C>T Polymorphismus wurden mittels TaqMan bestimmt.
Ergebnisse
Die Genotypenverteilung des FGG 10034C>T Polymorphismus als auch die FGG 10034T- Allelfrequenz unterschied sich nicht signifikant zwischen Patienten mit retinaler Venenthrombose und Kontrollprobanden (FGG 10034TT: 5,9% vs. 4,8%, p=0,45; FGG 10034T- Allelfrequenz: 0,240 vs. 0,225, p=0,64). In einer univariaten Regressionsanalyse zeigten homozygote Träger des FGG10034T- Allels eine nicht-signifikante Odds Ratio von 1,25 (95% Konfidenzintervall: 0,71 – 2,23) für retinale Venenthrombosen. Die Prävalenzen von sowohl arteriellem Hypertonus als auch Diabetes mellitus waren signifikant höher in der Gruppe mit retinaler Venenthrombose verglichen mit der Kontrollgruppe (arterieller Hypertonus: 71,7% vs. 51,8%, p<0,001; Diabetes mellitus: 11,4% vs. 6,7%, p=0,017). Eine Subgruppenanalyse, die nur Patienten vor dem 50. Lebensjahr beinhaltete, zeigte ebenfalls keine signifikant unterschiedliche Genotypenverteilung.
Schlussfolgerungen
Unsere Daten lassen darauf schließen, dass in der untersuchten Population der FGG 10034C>T Genpolymorphismus kein wesentlicher Risikofaktor für die retinalen Venenthrombosen ist.

 
Zurück    
Seitenanfang
     
s