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Abstract
P 268
PDT und intravitreale Bevacizumab-Injektionen zur Behandlung von CNV bei PIC
Carolin Perz, Matthias Maier, Nikolaus Feucht, Ines Lanzl, Chris P. Lohmann
Augenklinik, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München
Hintergrund
Die punktförmige innere Choroidopathie (PIC) ist eine entzündliche Veränderung der Aderhaut, welche typischerweise junge myope Frauen zwischen dem 2. und 4. Lebensjahrzehnt betrifft. Choroidale Neovaskularisationen (CNV) entwickeln sich in 25-69% der Fälle und können zu einer starken Visusminderung führen.
Verschiedene therapeutische Ansätze sind in Fallserien beschrieben, u.a. immunsuppressive Therapien, Lasertherapie, photodynamische Therapie (PDT) und die intravitreale Gabe von Triamcinolonen oder Bevacizumab.
Die vorliegende Fallstudie soll darüber hinausgehend den therapeutischen Effekt einer Kombinationstherapie aus PDT und intravitrealen Bevacizumab-Injektionen darlegen.
Methode
Eine 28-jährige Patientin mit bekannter Myopie stellte sich mit zunehmendem Verschwommensehen, Skotomen und Metamorphopsien auf dem rechten Auge vor. Der bestkorrigierte Visus betrug rechts 0.4, links 1.0. Funduskopisch zeigten sich am rechten Auge multiple unscharf begrenzte helle Flecken am hinteren Pol ohne Vorderabschnitts- oder Glaskörperreiz. Die Fluoreszenzangiographie (FA) zeigte eine klassische juxtafoveoläre CNV bei PIC. Eine entzündliche sowie immunologische Ursache der Choroidopathie wurden ausgeschlossen.
Wir empfahlen der Patientin nach eingehender Aufklärung die Behandlung der CNV mittels PDT sowie dreimaliger Bevacizumab-Injektion in 4-wöchigem Abstand.
Ergebnisse
4 Wochen nach der letzten Injektion war der Visus auf 0.9 angestiegen, nach 4 Monaten auf 1,0. Die Patientin gab keine Metamorphopsien mehr an. Die FA zeigte eine Größenabnahme der CNV sowie Staining ohne Leckage im Verlauf. In der optischen Kohärenztomographie (OCT) fanden sich narbige RPE-Veränderungen, keine sub- oder intraretinale Flüßigkeit.
6 Monate nach der letzten Injektion stellte sich die Patientin nochmals mit Visusminderung des rechten Auges auf 0.8 vor. Im Verlauf zeigte sich eine Zunahme der Visusminderung und in der FA eine erneute Leckage bei CNV. Eine weitere PDT und 3-malige Bevacizumab-Injektion wurden durchgeführt. Insgesamt 14 Monate nach Erstvorstellung stabilisierte sich der Visus des rechten Auges auf 0.8.
Schlussfolgerungen
Bei unserer Patientin mit PIC führte die kombinierte Behandlung einer klassischen CNV mit PDT und Bevacizumab-Injektionen zu einer deutlichen Visusbesserung. Insbesondere bei foveanaher CNV ist diese daher als wichtige Therapieoption zu sehen. Bei erneuter Aktivität der CNV kann eine weitere Behandlung zudem zu einer Visusstabilisierung beitragen. |
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