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Abstract

P 270

Visusentwicklung und morphologische Veränderungen durch Bevacizumab (Avastin®) und Ranibizumab (Lucentis®) in der Behandlung der Retinalen Angiomatösen Proliferation (RAP)

Katerina Hufendiek, Georgios Panagakis, Horst Helbig, Maria Andreea Gamulescu
Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Regensburg, Regensburg

Hintergrund
Die retinale angiomatöse Proliferation (RAP) ist eine Variante der exudativen altersbedingten Makuladegeneration (AMD) mit ungünstiger Prognose. Sie ist charakterisiert durch Proliferation retinaler Kapillaren und Ausdehnung in die tiefen Netzhautschichten bis in den subretinalen Raum mit Entwicklung retinal-choroidaler Anastomosen. Ziel dieser Arbeit ist die Beschreibung funktioneller und morphologischer Langzeitergebnisse von Patienten, die mit intravitrealem Bevacizumab oder Ranibizumab behandelt wurden.
Methode
Retrospektive Fallreihe von 18 Augen von 18 Patienten, die mit Bevacizumab behandelt wurden und 19 Augen von 16 Patienten, die mit Ranibizumab behandelt wurden. Nach schriftlicher Einwilligung erhielten alle Patienten drei initiale Injektionen Bevacizumab (1.25mg/0.05ml) oder Ranibizumab (0.5mg/0.05ml) in Abständen von 4 Wochen. Die Nachbeobachtungszeit reichte bis 6 Monate nach der dritten Injektion. Eine vollständige ophthalmologische Untersuchung einschließlich bestkorrigiertem Visus (BCVA), optischer Kohärenztomographie (OCT), Fluoreszenzangiographie (FLA) und in bestimmten Fällen Indocyaningrün-Angiographie (ICGA). Der dezimale BCVA-Wert wurde zur statistischen Analyse umgewandelt in logMAR (logarithm of minimal angle of resolution). Die zentrale makuläre Dicke (CMT) im OCT in µm wurde bestimmt. BCVA und CMT wurden zu Beginn (baseline) und bei jedem Folgebesuch verglichen durch den Student's t-test (p < 0.05 für das 95% Konfidenz-Intervall).
Ergebnisse
Die dreimalige intravitreale Injektion ergab eine Verbesserung der BCVA sowohl mit Bevacizumab als auch mit Ranibizumab während der ersten drei Monate und eine anschließende Stabilisierung (logMAR 0.82 vor Behandlung und 0.59 nach 9 Monaten bzw. logMAR 0.92 vor Behandlung und 0.67 nach 9 Monaten). In der Bevacizumab Gruppe benötigten 5 Augen (26.3%) eine Nachbehandlung nach 5 bis 6 Monaten, in der Ranibizumab Gruppe 9 Augen (47.4%). Die CMT nahm in der Bevacizumab-Gruppe leicht, jedoch nicht statistisch significant, ab, und blieb im Verlauf stabil. In der Ranibizumab-Gruppe nahm die CMT statistisch significant von 501 µm (baseline) auf 243 µm nach 6 Monaten ab (p=0.03).
Schlussfolgerungen
Patienten mit RAP könnten von intravitrealer Behandlung mit Bevacizumab und Ranibizumab profitieren durch Stabilisierung des Visus über längere Zeit. Engmaschige Verlaufskontrollen sollten jedoch in dieser Subgruppe aufgrund der hohen Rezidivrate und der höheren Nachbehandlungsfrequenz erfolgen.

 
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