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Abstract
P 271
Wirkung von Ranibizumab am unbehandelten Auge
Maria-Andreea Gamulescu, Horst Helbig
Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Regensburg, Regensburg
Hintergrund
Die intravitreale anti-VEGF-Therapie kann, wie durch viele Studien belegt, an dem behandelten Auge mittelfristig zu einer Visusstabilisierung und leichter Visusbesserung führen. Einzelne Fallberichte berichten auch von einer Wirkung am zweiten, unbehandelten Auge.
Methode
Retrospektive Fallserie von 15 Patienten, welche an beiden Augen mit intravitrealen ranibizumab Injektionen bei bilateraler exsudativer AMD behandelt wurden. Alle Patienten erhielten drei Injektionen an jedem Auge, jeweils abwechselnd in einem Abstand von 2 Wochen. Vor jeder Behandlung wurde die zentrale Netzhautdicke (ZND) mittels optischer Kohärenz-Tomographie (OCT) gemessen. In diese Auswertung gingen die Messungen der ZND beider Augen ein: gemessen jeweils vor der ersten Injektion am ersten Auge sowie zwei Wochen später vor der ersten Injektion am zweiten Auge.
Ergebnisse
Während im behandelten ersten Auge innerhalb der zwei Wochen eine statistisch signifikante Verminderung der ZND erzielt werden konnte (von 326,87 ± 124,26 µm auf 247,67 ± 87,74 µm, p=0,0003), kam es am zweiten, unbehandelten Auge, zu keiner signifikanten Änderung: mittlere ZND von 357,07 µm (± 166,32 µm) und zwei Wochen später 381,07 µm (± 165,2 µm), p=0,331. Insgesamt zeigten 6 der nicht behandelten Patneraugen eine stabile ZND (± 10µm des Ausgangswertes), 3 Augen eine Reduktion >10µm (davon 1 Auge >50µm), und 6 Augen eine Zunahme >10µm (davon 4 Augen >50µm).
Schlussfolgerungen
Eine Wirkung von ranibizumab am zweiten, nicht behandelten Auge kann nach unseren retrospektive Daten nicht nachgewiesen werden. Im Mittel kommt es zu einer Stabilisierung bzw. leichten Zunahme der ZND, was mit dem zu dem erwarteten normalen Verlauf der Erkrankung in einem Zeitraum von zwei Wochen übereinstimmt. |
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