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Abstract
P 278
Untersuchung des Effektes intravitrealer Ranibizumab-Injektionen auf die Autoregulation retinaler Arterien bei Patienten mit altersabhängiger Makuladegeneration (AMD)
Sebastian A. Teucher, Dirk Sandner, Eberhard Spörl, Lutz E. Pillunat
Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden
Hintergrund
Unsere Studie untersucht den Effekt von Ranibizumab-Injektionen auf die Flicker-Antwort retinaler Arterien.
Methode
Eine Studiengruppe von 27 Patienten (53-87 Jahre, mittleres Alter 73,4 (±7,5) Jahre) mit AMD wurde vor der ersten und jeweils vier Wochen nach der ersten und der zweiten Ranibizumab-Injektion untersucht. Das Intervall zwischen den Injektionen betrug vier Wochen. Der retinale Gefäßdurchmesser wurde mit dem Imedos Retinal Vessel Analyzer (RVA) gemessen. Jede Untersuchung dauerte 350 Sekunden und enthielt drei Perioden mit Flicker-Licht-Stimulation (12,5 Hz, je 20 Sekunden) nach jeweils 50, 150 und 250 Sekunden. Die 30 Sekunden vor der ersten Flicker-Stimulation wurden als Baseline definiert. Als Flickerantwort wurde die durchschnittliche Änderung des retinalen arteriellen Durchmessers in den ersten 10 Sekunden nach dem Ende des Flicker-Stimulus definiert.
Ergebnisse
Vor der ersten Injektion von Ranibizumab fanden wir keine statistisch signifikante durch Flicker induzierte Änderung des retinalen arteriellen Gefäßdurchmessers (Baseline 118,47 ±18.36μm, Änderung nach dem ersten Flicker +0,90±5,45μm (P=0,P 187); nach dem zweiten Flicker -0,60±4,56μm (P=0,481); nach dem dritten Flicker: +0,13±4,21 (P=0,114)). Vier Wochen nach der ersten Ranibizumab-Injektion zeigte sich eine signifikante flickerinduzierte Vasodilatation (Baseline 117,62 ±18,95μm, Änderung nach dem ersten Flicker +1,86±4,46μm (P=0,006); nach dem zweiten Flicker +2,47±7,07μm (P=0,027); nach dem dritten Flicker +3,25±9,92μm (P=0.125)). Ähnliche Ergebnisse fanden wir vier Wochen nach der zweiten Ranibizumab-Injektion (Baseline 118,57 ±17,61μm, Änderung nach dem ersten Flicker +2,18±2,32μm (P<0,001); nach dem zweiten Flicker +1,13±6,72μm (p=0,025); nach dem dritten Flicker +2,66±3,42μm (p=0,035)).
Schlussfolgerungen
Wir fanden signifikante Flicker-Antworten nach Injektion von Ranibizumab, aber keine signifikanten Antworten vor der Behandlung. Es scheint keinen negativen Effekt der Behandlung mit Ranibizumab auf die Autoregulation retinaler Arterien zu geben. Überraschenderweise fand sich eine Verbesserung der Autoregulation nach Injektion von Ranibizumab. |
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