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Abstract

P 280

Bevacizumab (Avastin) zur Behandlung idiopathischer juxtafovealer Teleangiektasien Typ 2A im Lanzeitverlauf

Sina Herzog, Rainer Guthoff
Universitäts-Augenklinik Würzburg

Hintergrund
Bei idiopathischen juxtafovealen Teleangiektasien (IJT) vom Typ 2A handelt es sich um eine erworbene Erkrankung des mittleren Lebensalters mit meist bilateral auftretenden Erweiterungen der retinalen Kapillargefäße der temporalen Fovea. Unbehandelt ist  im Langzeitverlauf mit einer Visusreduktion zu rechnen. In den letzten Jahren wird die intravitreale Injektion von Bevacizumab als Therapieoption angewandt.
Methode
Zwei Patientinnen mit bilateralen, nichtproliferativen juxtafovealen Teleangiektasien Typ 2A wurden nach ausführlicher Aufklärung und unterschriebender Einverständniserklärung zur Off-label Therapie jeweils einseitig mit einer intravitreale Bevacizumabinjektion (1,5 mg) behandelt. Eine Visusprüfung, Fluoreszeinangiografie und Messung der zentralen Netzhautdicke mittels optischer Kohärenztomografie (OCT) erfolgten präoperativ sowie mehrmals nach der Behandlung.
Ergebnisse
Patient 1: Bei einer 59- jährigen Patientin lag der Visus des rechten Auges initial bei 0,4 und fluoreszeinangiografisch zeigte sich eine Leckage der temporalen Fovea (Stadium 3 nach Gass & Blodi). Drei Monate nach intravitrealer Bevacizumabinjektion betrug der Visus 0,3 mit Rückgang der Leckage. Nach 7 Monaten stabilisierte sich der Visus bei 0,4 und blieb bis zur Langzeitkontrolle nach 27 Monaten unverändert. In der Fluoreszeinangiografie zeigte sich eine dem Ausgangsbefund vergleichbare Leckage. Der Visus des unbehandelten linken Auges (Stadium 3 nach Gass & Blodi) blieb über den gesamten Zeitraum stabil bei 0,6.
Patient 2: Bei einer 73-jährigen Patientin lag der Visus vor der intravitrealen Bevacizumabinjektion des rechten Auges bei 0,2, fluoreszeinangiografisch zeigte sich eine Leckage (Stadium 4 nach Gass & Blodi). Drei Monate nach der Behandlung betrug der Visus bei vorübergehendem Leckagerückgang weiterhin 0,2. Eine Langzeitkontrolle 28 Monate post injectionem ergab einen unveränderten Visus mit einer dem Initialbefund vergleichbaren Leckage. Am unbehandelten linken Auge (Stadium 4 nach Gass & Blodi) zeigte sich wie bei der Erstvorstellung ein Visus von 0,9.
Schlussfolgerungen
Bei nichtproliferativen juxtafovealen Teleangiektasien Typ 2A führt die einmalige Behandlung mittels intravitrealer Bevacizumabinjektion (1,5 mg) fluoreszeinangiografisch zu einer vorübergehenden Leckagereduktion ohne einen visusbessernden Effekt.

 
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