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Abstract
P 281
Sekundäre choroidale Neovaskularisation versus Rezidiv bei punktförmiger innerer Chorioidopathie: Therapie mit Bevacizumab und Steroiden
Susanne Marx-Gross, B. M. Stoffelns, Norbert Pfeiffer
Universitäts-Augenklinik Mainz
Die punktförmige innere Choroidopathie als Sonderform der White-dot-Syndrome ist eine idiopathische Erkrankung, die mit multifokalen punktförmigen Veränderungen am hinteren Pol ohne intraokulare Entzündungszeichen einhergeht. Als Komplikation können sich sekundäre choroidale Neovaskularisationen (CNV) bilden, die zu einem plötzlichen Visusverlust führen.
Eine 30-jährige Patientin stellte sich mit rechtsseitigem seit wenigen Tagen bestehendem zentralem positivem Skotom und akut aufgetretenen Metamorphopsien vor. Vorerkrankungen waren keine bekannt. Der Visus rechts betrug 1,0, der Visus des linken Auges war aufgrund einer Schielamblyopie auf Fingerzählen reduziert. Ophthalmoskopisch zeigten sich am rechten Fundus multiple scharf begrenzte helle gelbliche Herde sowie parafoveal ein unscharf begrenztes ödematöses Areal. Eine Blutung lag nicht vor. Fluoreszenzangiographisch stellte sich eine parafoveal gelegen 100% klassische choroidale Neovaskularisation dar. Wir führten eine intravitreale Therapie mit 1,25 mg Bevacizumab durch. Hierunter kam es zur vollständigen Vernarbung der CNV und zum Verschwinden der Metamorphopsien. Die Fluoreszenzangiographie sowie das optische Cohärenztomogramm zeigten eine flache Narbe nach 4 Wochen. Wegen regelmäßig alle 8 Wochen aufgetretener Rezidive im Sinne von Ödemzunahme und Visusreduktion, erhielt die Patientin insgesamt 6 Injektionen. Unter der Therapie ging das Ödem immer vollständig zurück und der Visus erholte sich. Nach 12 Monaten diagnostizierten wir erneut ein Rezidiv, bei deutlicher angiographischer Leckage am Narbenrand der CNV. Unter Bevacizumab war jedoch der Befund unverändert. Da unmittelbar neben der CNV-Narbe Herde der PIC lagen, kombinierten wir bei V.a. auf Rezidiv der Grunderkrankung Bevacizumab mit oralen Steroiden. Diese Therapie führte nach 4 Wochen zur vollständigen Ödemrückbildung. Der weitere Follow-up wird zeigen inwieweit Rezidive auftreten. Bei Auftreten einer neuerlichen angiographischen Leckage im Randbereich einer CNV-Narbe bei vorliegendem PIC, muss immer insbesondere bei fehlenden Blutungen auch an ein Rezidiv der Grunderkrankung gedacht werden und die Therapie angepasst werden. |
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