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Abstract
P 284
Intravitreale Kombinationstherapie mit Bevacizumab und Triamcinolon bei Morbus Coats.
Michael R. R. Böhm, Holger Busse, Constantin E. Uhlig
Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Münster, Münster
Hintergrund
Fallbericht eines 26-jährigen Patienten mit akutem Visusabfall und einseitigem zentralen Morbus Coats, weshalb eine Kryo- oder Laserretinopexie nicht eingesetzt wurde und off-label Therapieverfahren zur Anwendung kamen.
Methode
Bestkorrigierter Fernvisus (Snellen Optotypen, 5 m Distanz), Perimetrie, Spaltlampenbiomikroskopie, Funduskopie, Fluoreszenzangiographie (FAG), Netzhaut-OCT, Ganzfeld-ERG. Ausführung einer initialen intravitrealen Injektion von 50 µl Bevacizumab und 25 µl Triamcinolon sowie zwei nachfolgenden intravitrealen Bevacizumabinjektionen (je 50µl) in monatlichen Abständen. Beobachtungszeitraum 6 Monate.
Ergebnisse
Ausgangsvisus des betroffenen Auges war 0,3. Nach initialer Bevacizumab- und Triamcinoloninjektion erfolgte ein Visusanstieg auf 0,7. Die im OCT gemessene zentrale Netzhautdicke nahm von 500 µm auf 380 µm ab. Nach den o.g. zwei weiteren Bevazicumab-Injektionen erfolgte ein Anstieg des Visus auf 1,0 sowie eine Netzhautdicken-Abnahme auf 264 µm. Funktion und Visus verhielten sich anschließend stabil. Lokale oder systemische Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet.
Schlussfolgerungen
In dem obengeschilderten Fall führte der intravitreale Einsatz eines anti-VEGF-Präparats (hier Bevacizumab) kombiniert mit Steroid (Triamcinolon) zu einer siginifikanten Netzhautdickenabnahme und Funktionssteigerung über einen Beobachtungszeitraum von 6 Monaten. Weitere Studien sollten die Effizienz und Nebenwirkungsfreiheit des Behandlungsschemas evaluieren. |
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