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Abstract

P 285

Langzeit-Ergebnisse der Bevacizumab-Therapie bei perifovealen retinalen Teleangiektasien

Kouris Ninios, Ursula Löw, Susanne Goebels, Georgia Milioti, Stefan Hoffmann, Berthold Seitz
Klinik für Augenheilkunde, Universitätskliniken des Saarlandes, Homburg/Saar

Hintergrund
Perifoveale Teleangiektasien (PT), auch bekannt als idiopathische juxtafoveoläre Teleangiektasien Typ 2, zeigen temporal der Fovea betonte Areale mit kapillären Teleangiektasien. Die Ergebnisse nach Behandlungen mit Laserphotokoagulation, photodynamischer Therapie (PDT) oder intravitrealen Triamcinoloninjektionen sind nicht zufriedenstellend. Wir berichten über die 12-Monats- Ergebnisse eines Auges mit PT ohne subretinale Neovaskularisation (NV) nach intravitrealer Therapie mit Bevacizumab (IVB).
Methode
Ein 55-jähriger Patient mit beidseitigen PT ohne NV wurde im monatlichen Abstand am schlechteren Auge mit vier IVB (je 2,5 mg) behandelt. In einem Beobachtungszeitraum von 12 Monaten wurden je nach Erkrankungsaktivität 2 kombinierte Injektionen mit Bevacizumab und Triamcinolon, eine Ranibizumabinjektion sowie eine PDT durchgeführt. Das Partnerauge wurde aufgrund einer Sehschärfe von 1,0 vorerst nicht behandelt. Best-korrigierter Visus (BKV), Funduskopie, Fluoreszenzangiographie (FLA) und Messungen der Netzhautdicke durch die optische Kohärenztomographie (OCT) wurden erhoben.
Ergebnisse
Einen Monat nach der vierten IVB stieg der BKV von 0,2 auf 0,5 an. In der FLA zeigte sich eine fast vollständige Resorption der Leckage und im OCT war die Netzhautdicke von 321 µm auf 257 µm reduziert. Nach 5 Monaten war der BKV geringgradig auf 0,4 reduziert und es zeigte sich eine Zunahme der Leckage und des Makulaödems (Netzhautdicke: 300 µm). Die weiteren Therapien konnten die Leckage und das Makulaödem nicht reduzieren. Nach 12 Monaten unterschieden sich BKV, FLA und OCT nicht vom Ausgangsbefund.
Schlussfolgerungen
Im Gegensatz zu den PT mit NV lassen sich die PT ohne NV bisher aufgrund der idiopathischen kapillären Diffusionsabnormalitäten nicht effektiv behandelt. So wie bei anderen Therapien scheint der Langzeiterfolg der anti-VEGF-Therapie in diesem Fall zweifelhaft zu sein.

 
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