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Abstract

P 289

Radiäre Pupillotomie zur Behandlung von einer Pupillenektopie nach CO2-Laser Behandlung eines Hämangioms

Andreas K. Cordes
Klinik für Augenheilkunde, Kliniken der Stadt Köln gGmbH, Köln

Hintergrund
Exteme Pupillenektopien bei Kindern sind seltene Krankheitsbilder. Wenn die Pupillarebene betroffen ist stellt sich die Frage nach therapeutischen Optionen um einer Amblyopie vorzubeugen. Der vorliegende Fall zeigt die Spätfolgen einer CO2-Laser Behandlung eines Hämangioms im Säuglingsalter.
Methode
Ein sechsjähriges Kind stellte sich mit extremer, traumatischer Pupillenektopie vorgestellt. Es wurde als Säugling mit einem CO2-Laser wegen eines Hämangioms im Unterlidbereich behandelt. Im weiteren Verlauf bildete sich bei dem Patienten ein Symblepharon im Unterlidbereich und eine extreme Pupillenektopie nach inferior aus. 
Ergebnisse
Wir führten bei dem Kind ein radiäre Pupillotomie mit Freilegung der optischen Achse durch. Zusätzlich wurde eine Bindehautplastik im Unterlidbereich durchgeführt um die Bulbusmotilität zu verbessern.
Im postoperativen Verlauf zeigte sich bei der Patientin eine deutlich verbesserte Bulbusmotilität mit einem verbesserten Lebensqualität. Im Hinblick auf die Amblyopie konnte eine nur marginale Verbesserung erreicht werden.
Schlussfolgerungen
Zur Behandlung einer maximalen Pupillenektopie gibt es mehrere prinzipielle therapeutische Optionen Optische basale Iridektomie, Medikamentöse Dauermydriasis mit Atropin oder Pupilloplastik mit Raffnähten. Wir schlagen die radiäre Iridotomie als minimal invasiven, wenig traumatische Eingriff vor. Mit der Iridotomie lässt sich die optische Achse kontrolliert freilegen bei minimalen Risiko bei phakem Auge. Weiterhin zeigt dieser Fall die Notwendigkeit eines sicheren Bulbusschutzes bei Behandlung von Hämangiomen mit CO2-Lasern.

 
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