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Abstract
P 293
Beidseitige zentrale retinale Abhebung nach indirektem okulären Trauma mit vollständigem Rückgang
Joanna Wiercinska, Peter Wiedemann
Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig
Hintergrund
Verlaufskontrolle und Analyse von Makulaveränderungen nach indirektem okulären (Contre-Coup) Trauma mittels optischer Kohärenz-Tomographie.
Methode
Eine 48-jährige Frau wurde nach einem Contre-Coup Trauma mittels optischer Kohärenz-Tomographie untersucht.
Ergebnisse
Eine 48-jährige Frau war in einen Autounfall mit Frontalzusammenstoß verwickelt, es erfolgte keine Airbagauslösung. Die Patientin berichtete, dass eine Sehverschlechterung direkt nach dem Autounfall eingetreten ist, 24 Stunden nach dem Unfall, stellte sie sich in unserer Klinik vor. Bei der Untersuchung betrug die bestkorrigierte Sehschärfe am rechten Auge 0,8 und 0,6 am linken Auge. Die Spaltenlampenuntersuchung der Vorderabschnitte war unauffällig. Bei der Fundusuntersuchung zeigte sich beidseits eine zentrale retinale Abhebung, am linken Auge waren zusätzlich Papillenrandblutungen sichtbar. Die Elevation der inneren retinalen Schicht betrug am rechten Auge 561μm, am linken Auge 632μm. Bei der zusätzlich durchgeführten Ultraschalluntersuchung war eine beidseitige Anheftung der Glaskörpergrenzmembran sichtbar. Die Patientin wurde lokal mit nichtsteroidalen Antiphlogistika und systemisch mit nichtsteroidalen Antiphlogistika und Azetazolamid behandelt. Regelmäßige Kontrollen zeigten 7 Tagen nach dem Trauma einen kompletten Rückgang der zentralen retinalen Abhebung, funduskopisch war als Residualbefund eine Pigmentverschiebung der Makula sichtbar. Es kam zu einem beidseitigen Anstieg der bestkorrigierten Sehschärfe auf 1,2 innerhalb eines Jahres.
Schlussfolgerungen
Schwerwiegende okuläre Veränderungen können auch nach einem indirekten okulären Trauma ohne direkte Gewalteinwirkung auftreten. |
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