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Abstract
P 296
Operative Therapie eines perforierten Sklerastaphyloms bei Wegenerscher Granulomatose
Regine Augsten1, Ulrich Voigt1, Peter Oelzner2, Ekkehart Königsdörffer1
1Klinik für Augenheilkunde, 2Klinik für Innere Medizin III, Universitätsklinikum Jena, Jena
Hintergrund
Die Wegenersche Granulomatose ist eine fokale, granulomatös – nekrotisierende chronische Angiitis. In ca. 50% der Fälle liegt eine Augenbeteiligung vor (z.B. nekrotisierende Ulzera von Konjuktiva, Sklera und Korneoskleralbereich, Iritis, Iridozyklitis, Infiltration der Orbita mit Exophthalmus, Schädigung orbitaler Nerven und des Nervus opticus).
Methode
Berichtet wird über einen 53jährigen Patienten mit einer seit 7 Jahren bekannten nekrotisierenden Skleritis bei Wegenerscher Granulomatose. Der Patient war auf eine systemische Immunsuppression mit Mycophenolatmofetil (2 x 1000 mg) und Prednisolon (7mg) eingestellt. Unter dieser Therapie zeigte sich über mehrere Jahre lokal ein bindehautgedecktes Sklerastaphylom mit langsamer Progredienz sowie systemisch eine Arthritis und eine chronische Niereninsuffizienz..
Ergebnisse
Der Patient stellte sich 2008 mit einem perforierten Sklerastaphylom vor. Bei einem Visus mit Korrektur von 0,2, Augendruck von 4 mm Hg wurde eine zirkuläre massive Aderhautamotio diagnostiziert. Es bestand die Gefahr der Erblindung und des Augenverlustes. Die operative Versorgung erfolgte durch Aufnähen von Fascia lata (Größe 12 x 13 mm) auf den Uveaprolaps (Größe 10 x 11 mm) nach Entfernen von Bindehautresten. Postoperativ war das Staphylom gedeckt, der Visus lag bei 0,8 und die Aderhautamotio war nicht mehr nachweisbar. Der Befund ist seit einem Jahr stabil..
Schlussfolgerungen
Bei Perforation von Sklerastaphylomen ist das Aufnähen von Fascia lata eine sehr effiziente Maßnahme. Zusätzlich ist eine immunsuppressive Langzeittherapie in Zusammenarbeit mit Rheumatologen erforderlich.
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