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Abstract
P 305
Visusbeeinträchtigung unmittelbar nach Blepharoplastik oder Ptosis-Operation
Annette Pütz, Michael Bach, Hans Mittelviefhaus
Universitäts-Augenklinik Freiburg
Hintergrund
Nach Blepharoplastik und Ptosisoperationen besteht ein erhöhtes Risiko einer Expositionskeratopathie. Um die Beeinträchtigung der Patienten, die durch eine prophylaktische Salbentherapie entsteht, beurteilen zu können wurde die postoperative Sehschärfe gemessen.
Methode
Zwischen 12/2008 und 3/2009 wurden 14 konsekutive Patienten, die wegen einer Dermatochalasis oder einer Ptosis operiert wurden postoperativ untersucht. Alle Patienten wurden ohne Verband oder Frostsche Naht lediglich mit Dexpanthenol und Gentamycin AS vor einer Expositionskeratopathie geschützt. 2 Stunden postoperativ wurde die Sehschärfe entweder mit einer Sehtafel in 1 m Entfernung (Gruppe I) oder mit dem vom Untersucher unabhängigen Freiburg Visual Acuity Test (FrACT) bestimmt (Gruppe II).
Ergebnisse
Der präoperative Visus der Patienten war am besseren Auge 0,13 / 0,03 logMAR (Gruppe I / Gruppe II). Der postoperative Visus betrug mit Korrektur binokular 1,06±0.7 / 0,64±0,36 logMAR (Mittelwert±Standardabweichung, Gruppe I / Gruppe II) entsprechend einem dezimalen Visus von 0,09 / 0,23. Dabei lag bei 9 der 14 Patienten eine erhebliche beidseitige Sehbeeinträchtigung vor (ICD-10-GM 2009: H54.2). 10 der 14 Patienten wiesen auch am ersten postoperativen Tag noch einen Lagophthalmus und 7 Patienten wiesen Hornhautepithelaufbrüche als Zeichen einer Expositionskeratopathie auf..
Schlussfolgerungen
Verzichtet man nach einer Blepharoplastik oder Ptosisoperation auf einen Verband oder eine Frostsche Naht ist die Sehfähigkeit durch die erforderliche Salbentherapie so stark beeinträchtigt, dass eine Gefährdung (z.B. Sturzgefahr) entsteht und ein vermehrter Pflegebedarf die Folge ist. |
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