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AbstractDO.01.03Sekretorische Aktivität des retinalen Pigmentepithels Olaf Strauß Das retinale Pigmentepithel (RPE) steht in einer engen funktionellen Interaktion mit den Photorezeptoren der Retina. Das RPE verfügt über eine sekretorische Aktivität, um diese Interaktion zu koordinieren. In vielen Aspekten ähnelt das RPE einem sekretorischen Gewebe: es werden die gleichen Signalprotein exprimiert, wie sie in anderen sekretorischen Geweben bekannt, wie zum Beispiel in den beta-Zellen des Pankreas. Hierzu gehören vor allem Proteine von Ca2+-abhängigen Signalketten, wie zum Beispiel der neuro-endokrine Ca2+-Kanal. Das RPE sezerniert eine Reihe neurotropher Faktoren, wie zum Beispiel den PEDF (pigment-epithelium-derived factor), angiogene Faktoren, wie zum Beispiel den VEGF (vascular endothelial growth-factor) oder immunomodulatorische Faktoren, wie zum Beispiel Zytokine. Gesteuert wird diese sekretorische Aktivität durch andere Fakoren, die entweder parakrin wirken, wie zum Beispiel der IGF-1 (insulin-growth factor-1) aus den Photorezeptoren, oder autokrin wirken, wie zum Beispiel der bFGF (basic-fibroblast growth factor) aus dem RPE. Im Krankheitsfall kann sich die Sekretionssteuerung jedoch ändern, sodass eine veränderte Sekretion krankheitsfördernde Effekte hat. Bei der Entwicklung der chorioidalen Neovaskularisation bei der altersabhängigen Makuladegeneration wird das RPE zur Hauptquelle des VEGF-A das die Blutgefäßneubildung in hohen Konzentrationen fördert. Diese beruht auf einer Sekretionssteigerung durch veränderte Ca2+-Kanalaktivität, durch veränderte Stimulation der Sekretion durch IGF-1 oder bFGF. Zusammenfassend ist das RPE ein sekretorisches Gewebe, dass einerseits durch seine Sekretion protektiv wirken kann, aber auch andererseits das krankheitsgeschehen fördern kann. Das genaue Wissen der Regulationsmechanismen der Sekretion ist von großer Bedeutung, um diese Sekretion therapeutisch auszunutzen.
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