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AbstractDO.01.04 Intrazelluläre und extrazelluläre Wirkmechanismen von Avastin und Lucentis Alexa Klettner Die Anwendung von VEGF-Antagonisten ermöglicht eine effektive Behandlung der exsudativen Form der altersabhängigen Makuladegeneration. Neben dem Aptamer Pegaptanib (Macugen®) werden Ranibizumab (Lucentis®) und Bevacizumab (Avastin®) eingesetzt. Da Ranibizumab und Bevacizumab auf den gleichen murinen Ursprungsantikörper gegen VEGF zurückgehen, wird häufig von einer Austauschbarkeit beider Substanzen ausgegangen. Beide Substanzen binden, im Gegensatz zu Pegaptanib, alle verfügbaren Isoformen von VEGF. Die Bindung an extrazelluläres (ausgeschüttetes) VEGF verhindert eine Aktivierung des VEGF-Rezeptors und so die angiogene sowie alle anderen Wirkungen von VEGF. Sowohl Avastin als auch Lucentis binden die Rezeptor-bindende Domäne von VEGF, im Gegensatz zu Macugen, welches die Heparin-bindende Domäne bindet und wahrscheinlich nicht in der Lage ist, die Bindung an den VEGFR-2 zu verhindern. Bei unseren Untersuchungen konnten wir feststellen, dass die Inhibition von VEGF länger andauert, als der theoretische Verbleib der Substanzen in der Kultur. Sowohl Avastin als auch Lucentis zeigen einen Einfluss auf das in den RPE Zellen vorliegende VEGF. Es ist möglich, dass die Inhibition von VEGF durch Lucentis bzw. Avastin in einen regulierenden Rückkopplungsprozess eingreift. In der Literatur ist für Endothelzellen eine positive Rückkopplung von VEGF auf seine eigene Expression beschrieben (Deudero et al., 2008). Wir konnten bei der Inhibition von VEGFR-2 in unserem System allerdings keine Änderung der VEGF Sekretion feststellen. Wir konnten dagegen zeigen, dass Avastin, im Gegensatz zu Lucentis, in die RPE Zellen aufgenommen und mindestens für 7 Tage gespeichert wird. Da sich die Dauer der Wirkung von Avastin in Bezug auf die VEGF Inhibition nicht von der von Lucentis unterscheidet, hat diese Aufnahme wahrscheinlich keinen Einfluss auf die VEGF Inhibition. Sie zeigt aber deutlich, dass Avastin und Lucentis keineswegs identische Wirkstoffe sind. Die genaue Wirkung der VEGF-Inhibition auf die RPE Zellen muss noch untersucht werden, aber sie geht über eine einfache extrazelluläre Neutralisierung hinaus. |
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