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Abstract
DO.02.04
Komplementaktivierung und RPE: Entstehen so Drusen?
Susanne Wasmuth, Katharina Lück, Albrecht Lommatzsch, Daniel Pauleikhoff
Ophtha-Lab, Augenabteilung am St. Franziskus Hospital
Hintergrund
Drusen gelten als erste klinische Kennzeichen bei der Entwicklung einer altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). Ferner wurde ein Zusammenhang zwischen einer erhöhten Komplementaktivierung und dieser Erkrankung nachgewiesen. Retinale Pigmentepithelzellen (RPE Zellen) gehen bei AMD zugrunde und können Schutzfaktoren gegen aktiviertes Komplement wie Vitronektin – einem Hauptbestandteil von Drusen - herstellen. Daher wurde in dieser Studie der Einfluss von Komplement kompetentem Serum auf RPE Zellen bezüglich ihrer Produktion von Vitronektin untersucht.
Methode
ARPE-19 Zellen als Modell für RPE Zellen wurden in vitro mit ansteigenden Konzentrationen von Komplement kompetentem Serum behandelt. Das Vorkommen von Vitronektin wurde nach 24 Stunden immunhistochemisch detektiert. Mit zwei Vitronektin-spezifischen Primerpaaren wurde eine Expressionsanalyse durchgeführt. Zusätzlich wurde das Gesamtprotein aus den verschieden behandelten Zellen isoliert und im Western Blot auf den Gehalt an Vitronektin analysiert.
Ergebnisse
Immunhistochemisch konnte Vitronektin mit ansteigenden Konzentrationen von Komplement kompetentem Serum verstärkt nachgewiesen werden. Die Menge der mRNA Transkripte für Vitronektin blieb in den einzelnen Gruppen jedoch vergleichbar. Auf Proteinebene konnte die vermehrte Produktion von Vitronektin durch ansteigende Konzentrationen an Komplement kompetentem Serum dagegen bestätigt werden.
Schlussfolgerungen
Komplement kompetentes Serum führte in vitro zu einer gesteigerten Produktion von Vitronektin durch RPE Zellen. Wenn dieser Prozess auch in vivo stattfindet, könnte vermehrt aktiviertes Komplement zu einer retinalen Ablagerung von Vitronektin führen und damit die Entstehung von Drusen fördern. |
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