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Abstract

DO.08.02

Die Positronenemissionstomographie / Computertomographie (PET/CT) als Ganzkörperbildgebung im Follow-Up bei Patienten mit metastasiertem Aderhautmelanom

Annemarie Klingenstein1, Alexander Haug2, Martin M. Nentwich1, Reinhold Tiling2, Ulrich C. Schaller1
1Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München, München; 2Klinik für Nuklearmedizin der Ludwig-Maximilians Universität München, München

Hintergrund
Das Aderhautmelanom ist der häufigste primäre intraokuläre Tumor des Erwachsenen. Eine systemische Metastasierung tritt bei bis zu 50% der Patienten im Verlauf auf. Die bisher in Tumornachsorge durchgeführte onkologische Diagnostik verfügt nur über eine limitierte Sensitivität und Spezifität.
Der diagnostische Wert der kombinierten Positronenemissionstomographie (PET) / Computertomographie (CT) wurde retrospektiv im Follow-Up von Patienten mit malignem Melanom der Aderhaut evaluiert.
Methode
Neun Patienten mit erfolgreich therapiertem Aderhautmelanom wurden mittels kombinierter PET/CT untersucht. Die Indikation war heterogen und reichte von einem Metastasierungsverdacht in der konventionellen Bildgebung (n=2) über den Ausschluss weiterer Organbeteiligung vor Lokaltherapie von Lebermetastasen (n=3) bis zum Restaging nach lokaler bzw. systemischer Metastasenbehandlung (n=4).
Ergebnisse
Die PET/CT detektierte vitale Metastasen des Aderhautmelanoms bei allen Patienten (n=9). 8 Patienten hatten hepatische (89%), 5 Patienten ossäre (56%), ein Patient pulmonale (11%), ein Patient adrenale (11%) und 3 Patienten Lymphknotenmetastasen (33%). Bei 5 Patienten wurde eine multiple Organbeteiligung nachgewiesen (56%). Zusätzlich konnten mittels PET/CT bei 2 Patienten mit unklaren intrapulmonalen Läsionen in CT bzw. im Röntgen-Thorax  pulmonale Metastasen ausgeschlossen werden. Jedoch wurde bei einer Patientin eine in der MRT fraglich vitale Lebermetastase bestätigt.
Schlussfolgerungen
Ein akkurates Ganzkörperstaging ist sowohl zur Therapieentscheidung (lokal versus systemisch), als auch zur Beurteilung des Therapieansprechens von großer Bedeutung. In unserer retrospektiven Studie erwies sich die PET/CT als eine sehr sensitive und spezifische Methode zur Metastasendetektion und genauen Lokalisation. In nur einem Untersuchungsgang konnte eine kombinierte Aussage über die anatomische Morphologie sowie den Zellmetabolismus getroffen werden.

 
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