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Abstract
DO.08.03
Die Behandlung der exsudativen Ablatio retinae nach der Brachytherapie von uvealen Melanomen mit Triamcinolonacetonid.
Theodora Gkika, Bernhard Jurklies, Christine Jurklies, Michael Freistühler, Harun Akgül, Norbert Bornfeld
Zentrum für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Essen, Essen
Hintergrund
Die Bestrahlung von uvealen Melanomen führt oft zu einer ausgeprägten Zunahme der exsudativen Ablatio retinae. Untersucht wurde der Effekt von intravitreal oder subtenonal applizierter Triamcinolonacetonid-Kristallsuspension (Off-Label-Therapie) bei dieser Form der Ablatio retinae.
Methode
Insgesamt sind 30 Patienten mit Triamcinolonacetonid Injektionen behandelt worden. Bei 17 Patienten wurde das Medikament intravitreal und bei 13 Patienten subtenonal appliziert. Bei 20 Patienten wurde die Injektion intraoperativ bei der Entfernung des Applikators durchgeführt und bei 10 Patienten zu einem späteren Zeitpunkt. Bei 24 Patienten war nur 1 Injektion erforderlich und bei 6 Patienten waren 2 Injektionen verabreicht worden. Das mittlere Follow-up betrug 10,5 Monaten.
Ergebnisse
23 (76,7%) Patienten zeigten eine vollständige Resorption der exsudativen Ablatio retinae. Diese Patienten wurden in 3 Gruppen eingeteilt. In der Gruppe A (n=17) wurde 1 Injektion bei der Entfernung des Apllikators durchgeführt. In der Gruppe B (n=4) wurde das Medikament nach mindestens 1 Monat injiziert und in der Gruppe C (n=2) waren 2 Injektionen erforderlich. In Gruppe A hat sich die exsudative Ablatio retinae innerhalb von 4,4 Monaten, in Gruppe B nach 9,5 Monaten und bei einer Patientin von Gruppe C innerhalb von 24 Monaten nach der Entfernung des Applikators resorbiert. In der Gruppe A wurde der Effekt von den intravitrealen mit den subtenonalen Injektionen verglichen. Die Absorptionszeit betrug im Mittel 4,5 Monate nach intravitrealer Applikation und 4,2 Monate nach subtenonaler Applikation. 7 Patienten (23,3%) zeigten eine persistierende exsudative Ablatio retinae trotz Behandlung mit Triamcinolonacetonid. Deswegen wurde bei 2 Patienten eine Enucleatio bulbi und bei einem Patienten eine Vitrektomie mit Silikontamponade durchgeführt..
Schlussfolgerungen
Um die Ablatio zu behandeln ist eine frühzeitige Injektion von Triamcinolonacetonid, am besten intraoperativ bei der Entfernung des Applikators, anzustreben. Je später die Injektion durchgeführt wird, desto größer wird das Risiko einer dauerhaft persistierenden Ablatio retinae und die Notwendigkeit von vitreoretinalen chirurgischen Eingriffen, ggf sogar Enucleatio bulbi. |
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