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Abstract
DO.08.07
Postoperative Ergebnisse nach pars plana Vitrektomie kapillärer Hämangiome bei von Hippel-Lindau Patienten
Mete Gök, Harun Akgül, Michael Freistühler, Eva Biewald, Markus Holdt, Norbert Bornfeld
Hinterer Augenabschnitt, Zentrum für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Essen, Essen
Hintergrund
Die von Hippel-Lindau-Erkrankung ist eine seltene, autosomal vererbte Multisystem-erkrankung, welche für eine Reihe benigner wie auch maligner Tumoren in unterschiedlichen Organen prädisponiert. Der ophthalmologische Leittumor ist das benigne, retinale kapilläre Hämangiom, welches im Verlauf durch exsudative oder traktive Veränderungen zu einem hochgradigem Sehverlust bis zum Verlust des Auges führen kann.
In vorliegender retrospektiver Untersuchung sollen die Operationsindikationen mit dem postoperativen Ergebnis im Verlauf sowie aufgetretene Komplikationen dargestellt werden.
Methode
In die vorliegende retrospektive Fallstudie wurden insgesamt 15 Patienten (11 weiblich, 4 männlich) eingeschlossen. Das Durchschnittsalter bei Erstoperation lag bei 27,2 Jahren. Davon waren x Patienten mittels Laser- /Cryotherapie und Brachytherapie vorbehandelt. Alle Patienten wurden aufgrund vitreoretinaler Komplikationen in dem Zeitraum von 1991 bis 2008 vitrektomiert. Dabei wurde je nach Schwere der Erkrankung Silikonöl, Luft oder eine Gastamponade verwendet.
Ergebnisse
Indikation zur Pars plana Vitrektomie war bei 6 Patienten eine Ablatio retinae, bei 4 davon eine Totalablatio mit variabler PVR-Ausprägung. Bei 2 Patienten lag eine epiretinale Gliose vor, bei weiteren 2 Glaskörperblutungen und bei einem eine präretinale, juxtapapilläre Membran mit Traktion außerhalb der Fovea. Bei 2 Patienten entwickelte sich nach 4,5 Jahren respektive einem Monat eine Reablatio unter Silikonöl, welche mit einer neuerlichen Vitrektomie versorgt wurde. Im Verlauf wurden insgesamt 5 (33,3%) der behandelten Patienten aufgrund schwerwiegender, nicht beherrschbarer Komplikationen enukleiert.
Schlussfolgerungen
Insgesamt stellen die kapillären Hämangiome je nach Schwere ihrer Ausprägung und Lokalisation weiterhin ein visusbedrohendes Krankheitsbild dar, bei der die Vitrektomie als eine visusstabilisierende und augenerhaltende Therapiemaßnahme angewendet werden kann. Die Enukleationsrate war in unserem Studienkollektiv relativ hoch. Allerdings könnten sich insbesondere für Angiome am hinteren Pol die Prognose durch neue kombinierte Therapieansätze (z.B. anti-VEGF Therapie) in Zukunft deutlich verbessern. |
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