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Abstract

DO.14.01

Expression von Pluripotenz/Multipotenzmarkern in humanen kornealen, limbalen sowie kultivierten limbalen Epithel

Mikk Pauklin, Anne Pester, Henning Thomasen, Sabah Brockmann-Ahmed, Klaus-Peter Steuhl, Daniel Meller
Zentrum für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Essen, Essen

Hintergrund
Korneale epitheliale Stammzellen befinden sich im Limbusepithel. Aktuelle Studien zeigten, dass verschiedene adulte Stammzellen Pluripotenzmarker exprimieren und sich unter bestimmten Bedingungen in ein breites Spektrum von Zelltypen differenzieren können. Ziel dieser Studie war es die Expression von Schlüsselmolekülen für die Aufrechterhaltung der Pluripotenz in humanen kornealen, limbalen sowie auf intakter Amnionmembran kultivierten limbalen Epithel zu analysieren.
Methode
Vier Proben von humanen Hornhaut- und Limbusepithel, sowie auf intakter Amnionmembran kultivierten limbalen Epithel wurden analysiert. Die Expression von kornealen Differentierungsmarkern (K3, K12, K15 and Cx43), mutmaßlichen Stammzellmarkern (ABCG2, p63) und für die Multipotenz/Pluripotenz benötigten Moleküle (NANOG, OCT4 (POU5F1), SOX2, KLF4, KIT, NESTIN, PAX6) wurde mittels Real-Time PCR und Immunhistochemie analysiert.
Ergebnisse
Die Expression aller untersuchten Marker ist im Hornhaut- und Limbusepithel nachweisbar. Limbusepithel zeigte eine signifikant (p<0,05) höhere Expression von K15, ABCG2, OCT4, SOX2 und NESTIN, aber eine signifikant niedrigere Expression von K3 im Vergleich zum zentralen Hornhautepithel. Limbale epitheliale Zellen exprimieren nach Kultivierung auf Amnionmembran kein K3 und zeigen im Vergleich zum Hornhaut- und Limbusepithel eine signifikant niedrigere Expression der Differentierungsmarker K12 und Cx43. In kultivierten limbalen epithelialen Zellen war die Expression aller Pluripotenzmarker nachweisbar, allerdings war die Expression signifikant niedriger als im nativen Limbusepithel.
Schlussfolgerungen
Humane limbale epitheliale Zellen exprimieren Gene, die an der Erhaltung der Pluripotenz/Multipotenz beteiligt sind. Die Expression dieser Gene bleibt selbst nach Kultivierung auf Amnionmembran erhalten. Limbale epitheliale Stammzellen besitzen möglicherweise ein höheres Differenzierungspotenzial als bisher angenommen.

 

 
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