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Abstract
DO.14.07
Effekt von Cyclosporin A und Rapamycin auf regulatorische T Lymphozyten bei experimenteller Keratoplastik
Uwe Pleyer1, Svetlana Stanojlovic1, Stephan Schlickeiser2, Christine Appelt2, Thomas Ritter3, Birgit Sawitzki2
1Augenklinik, Campus Virchow-Klinikum, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Berlin, 2Institute of Medical Immunology, Charité University Medicine, Berlin, Germany, 3Regenerative Medicine Institute (REMEDI), Galway, Ireland
Hintergrund
Die Bedeutung regulatorischer T Zellen, die den Oberflächenmarker CD4+CD25+Foxp3+ exprimieren, ist für die Homeostase und den Schutz vor immunmediierten Erkrankungen inzwischen etabliert. Aktuelle Untersuchungen belegen das immunmodulatorische Pharmaka sehr unterschiedliche Effekte auf die Induktion und Funktion dieser Zellen nehmen. Ziel der Untersuchung ist diesbezüglich den Effekt niedrigdosierter Behandlung mit Cyclosporin A (CsA) oder Rapamycin (Rapa) allein oder kombiniert in einem MHC I/II inkompatiblen experimentellen Keratoplastikmodell zu prüfen.
Methode
Experimentelle Keratoplastiken wurden an insgesamt 70 C57BL/6 Mäusen als Empfänger von MHC I/II inkompatiblen BALB/c Hornhauttransplantaten durchgeführt. Die Empfängertiere wurden randomisiert systemisch mit CsA 3mg/kg/d oder Rapa 0.5mg/kg/d oder mit einer Kombination beider Substanzen behandelt. Die Behandlung wurde am Tag der Transplantation begonnen und 14 Tage fortgesetzt. Zusätzlich wurden die Hornhäute bezüglich der Zytokin Transkription mittels RT-PCR analysiert. Die Frequenz regulatorischer CD4+CD25+Foxp3+ T Lymphozyten (Treg) wurde in sekundären lymphoiden Organen mittels Flow Zytometrie untersucht. Das Auftreten von Alloantigenspezifischen IFN-γ produzierenden Memory T Lymphozyten wurde mittels Elispot geprüft.
Ergebnisse
Unter Monotherapie mit Rapa konnte eine moderate Verlängerung der Transplantatüberlebenszeit erreicht werden (p=0.03). Ein deutlich stärkerer Effekt ließ sich unter der Kombination mit CsA beobachten (p=0.000004). Durch die kombinierte Behandlung konnte im Transplantat die Expression von CD3, IL-2, IFN-γ und IL-10 signifikant reduziert werden (p=0.028, p= 0.027, p=0.028, p= 0.027). Die Monotherapie mit Rapa erhöhte in den drainierenden Lymphknoten die Frequenz von regulatorischen CD4+CD25+Foxp3+Treg Lymphozyten, während unter CsA diese wichtige Subpopulation reduziert wurde. Sowohl unter Rapa Monotherapie wie unter der Kombinationstherapie konnte die Generierung von Alloantigenspezifischen IFN-γ produzierenden Memory T Lymphozyten verhindert werden.
Schlussfolgerungen
Die kombinierte Therapie mit niedrig dosiertem CsA und Rapa führt zu einer effektiven Verlängerung der Transplantatüberlebenszeit. Dieser Effekt geht mit einer Modulation der Tregs und veränderten Cytokinexpression einher.
Supported in part by DFG (Pl 150/14-2) and SFB 650 TP14.
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