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Abstract
DO.14.09
Prospektive Studie zur Normwertetablierung der Tränenfilmosmolarität mittels Tearlab Osmometrie
Marc Schargus1, Michael Lemp2, Gerd Geerling1
1Universitäts-Augenklinik Würzburg, 2George Washington University, TearLab Corp, Washington, United States
Hintergrund
Eine Tränenfilmhyperosmolarität ist das diagnostische Zeichen des trockenen Auges mit der höchsten Sensitivität und Spezifität. Bisher stand keine klinische Routinemethode zu seiner Bestimmung zur Verfügung. In Form des Tearlab, dass die Tränenfilmosmolarität in einem Probenvolumen von 100 nl mit Hilfe einer elektrischen Impedanzmessung bestimmt, steht nun ein kommerzielles Gerät zu diagnostischen Zwecken bereit. Wir berichten über die Ergebnisse einer Multicenterstudie zur Normwert-Etablierung der Tränenfilmosmolarität.
Methode
BIn einer prospektiven, internationalen Studie an 10 Zentren werden zur Zeit 200 Normalprobanden und 300 Patienten mit trockenem Auge, darunter mindesten 50 mit einem Sjögren-Syndrom, untersucht. Neben der Tränenfilmosmolarität werden 6 Tests zur Diagnostik einer Tränenfilminsuffizienz ein Symptomfragebogen (Ocular Surface Disease Index), der Schirmer-Test, die Fluoreszein-Tränenfilmaufreisszeit, die Fluoreszein- und Lissamingrünfärbung von Horn- und Bindehaut und klinische Untersuchung der Meibomdrüsenfunktion einmalig an beiden Augen erhoben. Die Diagnose des trockenen Auges ist definiert als ein pathologisches Ergebnis in 3 dieser 6 Standardtests. Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit, Messzeitpunkt und -leichtigkeit, Applikation von Benetzungsmitteln und andere potentielle Einflußfaktoren werden kontrolliert.
Ergebnisse
Bislang wurden 127 Patienten in die Studie eingeschlossen. Eine Interim-Analyse der aktuellen Daten wird im April 2009 erfolgen. Das Ende der Datenerhebung wird für Sommer 2009 erwartet. Die Ergebnisse dieser Analyse werden vorgestellt werden.
Schlussfolgerungen
Die Tränenfilmosmolarität weist nach bisherigen Untersuchungen die höchste Korrelation mit der Diagnose des trockenen Auges unter den bislang zur Verfügung stehenden Tests auf. Die Tearlab-Osmometrie könnte daher potentiell der Goldstandard in der Diagnose dieser Erkrankung werden. |
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