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Abstract
DO.15.02
Karl Heinrich August Burow und die Aktualität des Burow' Dreieckes
Jutta Herde
Halle/Saale
Hintergrund
Am 10.11.2009 begehen wir den 200. Geburtstag von Burow, dem wir die 1838 eingeführte dreieckige Hautausschneidung bei Lid- und Gesichtsplastiken verdanken.
Methode
Med.- Historische Recherche
Ergebnisse
August Burow wurde als Sohn eines Regierungsbeamten in Elbing geboren. Nach Umsie-dlung der Familie nach Danzig und dort absolviertem Gymnasium bezog er 1830 die Alber-tina-Universität zu Königsberg. Nach einem Semester Theologie wechselte er zum Studium der Medizin. 1834 wurde er zum Dr. med. promoviert, das Staatsexamen legte er 1835 in Berlin ab. J. F. Dieffenbach, bei dem er dann arbeitete, wurde sein Idol. 1836 nach Königs-berg zurückgekehrt, wurde Burow Assistent von L.W. Sachs. 1839 habilitierte er sich, und er wurde 1844 a.o.Professor. 1846 gründete er eine chirurgische Privatklinik, die bald zur chi-rurgischen Univ.-Poliklinik erhoben wurde. Burow legte 1859 seine Professur nieder. 1866 ging er als Generalarzt der v. Manteuffel’ Armee in den Krieg, 1870 folgte er in gleicher Funktion der Armee des Prinzen Friedrich Karl nach Frankreich. Burow kehrte krank nach Königsberg zurück, wo er am 15.4.1874 starb. Sein Sohn Ernst Burow (1838-1885), eben-falls a.o. Prof. für Chirurgie, übernahm des Vaters Klinik. Von den von A. Burow 39 überlie-ferten wissenschaftlichen Arbeiten sind „Über Blepharoplastik“ 1838, „Beiträge zur Physio-logie und Physik des menschlichen Auges“ 1841, „Resultate von 137 Schiel-Operationen“ 1844 und „Beschreibung einer neuen Transplantationsmethode zum Wiederersatz verloren gegangener Teile des Gesichts“ 1855 exemplarisch hervorzuheben. Weniger bekannt sind seine wiederholten Versuche zur Akkommodation an Tieraugen und an sich selbst, litt er doch an hoher Myopie und beidseitiger innerer Ophthalmoplegie.
Schlussfolgerungen
Das Burow' Dreieck erfreut sich bei den Ophthalmo- und Gesichtschirurgen auch heute noch großer Beliebtheit.
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