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Abstract

DO.15.03

Zur Geschichte chirurgischer Eingriffe bei Netzhautablösungen

Dieter Schmidt
Universitäts-Augenklinik Freiburg

Ziel: Die Pathogenese einer Netzhautablösung war in der Zeit vor 1920 ungeklärt.
Methode: Übersicht der Vorstellungen und Daten vergangener Zeiten durch Literatursuche.
Ergebnisse: Unterschiedliche pathogenetische Vorstellungen über die Entstehung einer Netzhautablösung hemmten im 19. Jahrhundert die Entwicklung therapeutischer Maßnahmen. Die entscheidende Erkenntnis über die Bedeutung eines Netzhaurisses durch Jules Gonin führte zu dem Beginn effektiver netzhautchirurgischer Maßnahmen. Erste Behandlungserfolge wurden mit der Gonin´schen „Ignipunktur“, den diathermischen Verfahren nach Weve, der Ätzkalibehandlung nach Guist, der "Oberflächenelektrolyse“ nach Aurel von Szily & Helmut Machemer und der Skleraresektion erzielt. Entscheidende Fortschritte wurden jedoch erst durch die skleralen Eindellverfahren durch Jess, Custodis und Schepens erreicht. Eine wesentliche Verbesserung der operativen Technik stellte die Vitrektomie dar.
Schlussfolgerungen: Bis zur Entwicklung der modernen, meist erfolgreichen Operationstechnik wurden Erfahrungen mit unterschiedlichen Operationsverfahren im Laufe vieler Jahrzehnte gesammelt. Trotz aller technischer Möglichkeiten gibt es aber auch heute noch einzelne Situationen einer komplizierten Amotio retinae, die noch nicht vollständig beherrscht werden können.

 

 
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