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AbstractDO.17.06Rauchen als Risikofaktor für Augenerkrankungen – eine Übersicht Carl Erb Rauchen ist bis heute trotz seiner bekannten Nebenwirkungen stark ver-breitet und gilt als gesellschaftlich anerkanntes Suchtmittel. Bemerkens-wert ist der Trend zu Vielrauchern und zu Rauchern in jüngeren Lebensjah-ren. Das Rauchen einer Zigarette führt zu 2 Liter Rauch, in denen ca. 4000 verschiedene Substanzen vorkommen. Neben kanzerogenen Substanzen kommen vor allem auch toxische Verbindungen vor. Dabei gilt der Neben-stromrauch als genauso gefährlich wie der Hauptstromrauch. Rauchen führt allgemein unter anderem zu einer erhöhten Krankheitshäufigkeit, zu Bronchitis und Lungenemphysem, Gastritis, Ulcus duodeni, verstärkte Os-teoporose und besonders zu einer beschleunigten Alterung. Hintergrund dafür sind Störungen im Bereich der Mikrozirkulation, die durch die vermin-derte Sauerstoffbindungskapazität als auch durch die strukturellen Gefäß-veränderungen hervorgerufen werden. Im Bereich der Ophthalmologie gilt Rauchen als ein Risikofaktor für die altersbedingte Makuladegeneration, das primäre Offenwinkelglaukom, die Katarakt, die endokrine Orbitopathie , das Schielen sowie für das Trockene Auge. Zudem konnte eine ungünstige Beeinflussung auf die Elektrophysiologie nachgewiesen werden als auch eine erworbene Farbsinnstörung. Rauchen hat somit auch in der Augen-heilkunde als Risikofaktor eine große Bedeutung und sollte in der Patien-tenführung unbedingt angesprochen werden.
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