DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft
  English Site Suche:  
  107. DOG-Kongress Home

DOG-Kongressinformation

DOG-Kongress Bildergalerie

Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise und Forschungsförderungen

Höhepunkte

Wissenschaftliches Programm
Feierliche Eröffnung
Schwerpunkte
Wissenschaftliches Programm
- Do, 24.09.09
- Fr, 25.09.09
- Sa, 26.09.09
- So, 27.09.09
- Posterausstellung
Symposien
Kurse
Firmenveranstaltungen
Satellitenprogramm

Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie

Presseservice

Programm downloaden / drucken [PDF, 11 MB]

Vorprogramm downloaden / drucken [PDF, 3 MB]

DOG-Homepage
 

Abstract

DO.18.01

Polarisationssensitive optische Kohärenztomographie bei altersbedingter Makuladegeneration

Christian Ahlers
Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich

Ziel: Neben der neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration (nAMD) rückt zunehmend auch die atrophische Form der AMD, die geographische Atrophie (GA) in den klinischen Focus, für die sich pharmakologische Konzepte bereits in frühen klinischen Studienphasen befinden.
Mit der polarisationssensitiven optischen Kohärenztomographie (PS-SD-OCT) steht nun ein Verfahren zur Verfügung, das neben der Morphologie der Retina auch die Integrität des retinalen Pigmentepithels (RPE) aufgrund anderer physikalischer Eigenschaften abbilden kann. Einblicke in die pathologisch veränderte Konfiguration des RPE sollen im Krankheitsverlauf beschrieben und mit konventionellen Verfahren verglichen werden.
Methode: 30 Augen mit unbehandelter nAMD wurden über einen Zeitraum von 3 Monaten untersucht, während eine Anti-VEGF Behandlung nach festem Regime durchgeführt wurde. Ferner wurde eine Gruppe von 30 Patienten mit GA über 6 Monate untersucht. Zur Bildgebung wurde neben einem Cirrus (Carl Zeiss Meditec) und Spectralis OCT (Heidelberg) ein PS-SD-OCT verwendet. Automatische Analysen u.a. der RPE Atrophie, der Netzhautdicke sowie der subretinalen Flüssigkeit (SRF) wurden mit Autofluoreszenz (AF), Angiographie (nAMD) und konventionellen spectral domain OCT verglichen.
Ergebnisse: PS-SD-OCT ermöglichte die Darstellung von RPE-Läsionen sowie der Netzhautdicke. Die hier verwendeten Verfahren zeigen gegenüber konventioneller intensitätsbasierter Segmentierung Potential, da das RPE aufgrund seiner depolarisierenden Eigenschaft sicher erkannt wird. Zusätzlich ermöglicht eine automatisierte Erkennung der SRF die Erfassung eines wichtigen, prognostisch relevanten Kompartiments. Bei GA entsprachen die in der RPE Segmentierung erkannten Atrophien hypofluoreszenten Bereichen in der AF. Allerdings konnten im PS-SD-OCT regelmäßig Inseln mit depolarisierendem Gewebe innerhalb der atrophischen Läsionen erkannt werden, die im Intensitätsmodus als RPE-Abhebungen und heterodense Veränderungen imponierten.
Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse zeigen, dass moderne PS-SD-OCT in Kombination mit geeigneten Analyseprogrammen in der Lage ist automatisiert funktionell relevante Parameter zu liefern, die für den aktuellen Zustand der Retina und die Prognose wichtig sind. Die Möglichkeiten der PS-SD-OCT gehen dabei über die Möglichkeiten konventioneller SD-OCT und RPE Analysen, z.B. mit AF, hinaus und erlauben die exakte Vermessung von RPE-Läsionen.

 
Zurück    
Seitenanfang