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Abstract
DO.19.07
Die retinale Biokompatibilität der Substanzklasse der Alkylphosphocholine am Modell der isolierten und perfundierten Vertebratennetzhaut
Matthias Lüke1, Kai Januschowski2, Julia Lüke1, Klaus Dietz3, Anselm Kampik4, Karl-Ulrich Bartz-Schmidt2, Kirsten Eibl5
1Klinik für Augenheilkunde, Campus Lübeck, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck, 2Universitäts-Augenklinik Tübingen, 3Abteilung für Medizinische Biometrie, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Tübingen, 4Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München, München, 5Campus Innenstadt, Augenklinik der LMU München, München
Hintergrund:
Alkylphosphocholine (APC) sind synthetische Phospholipidderivative und können die okuläre Zellproliferation in vitro und in vivo hemmen. Klinisch werden sie bereits erfolgreich aufgrund ihrer antitumoralen und antiparasitären Eigenschaften eingesetzt, bisher aber nicht zur Behandlung von Augenerkrankungen. Ziel dieser Studie war es, die Sicherheit von APC im ex vivo Model der perfundierten bovinen Retina zu untersuchen.
Methoden:
Bovine Netzhäute wurden mit Sauerstoff prä-equilibrierter Standardlösung perfundiert. Das Elektroretinogram (ERG) wurde mit Ag/AgCl-Elektroden aufgezeichnet. Nach Aufzeichnung stabiler b-Wellen wurde APC der Nährlösung in folgenden Konzentrationen hinzugefügt: 0.25 µM, 2.5 µM and 25 µM. Um die Effekte der APC auf die Photorezeptorfunktion zu untersuchen, wurde bei gleichen Konzentrationen eine Testung der Effekte auf die a-Wellenamplitude durchgeführt. Aspartat in einer Konzentration von 1 mM wurde der Nährlösung zugefügt, um stabile a-Wellen zu erhalten. Danach wurden APC in den o.g. genannten Konzentrationen der Nährlösung zugefügt. Die Erholung der ERG-Amplituden nach Exposition wurden über 75 Minuten aufgezeichnet.
Ergebnisse:
In keiner Testserie wurde eine signifikante Reduktion der a- und b-Wellenamplituden am Ende der Expositionszeit mit APC nachgewiesen. Es wurde kein Unterschied zwischen den ERG-Amplituden vor Exposition und nach Applikation von APC am Ende der Auswaschphase nachgewiesen.
Schlussfolgerungen:
In diesem etablierten ex-vivo-Model der isolierten und perfundierten Vertebratennetzhaut konnten keine toxischen Effekte der APC in den genannten Konzentrationen auf die Netzhautfunktion nachgewiesen werden. APC scheinen damit in den getesteten Konzentrationen eine gute retinale Biokompatibilität zu besitzen und für einen potentiellen klinischen Einsatz in der Augenheilkunde geeignet. |
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