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AbstractDO.23.06 Antioxidantien beim Glaukom – müssen/sollen wir diese empfehlen? Ulrich-Christoph Welge-Lüßen Bei der Behandlung des primären Offenwinkelglaukoms (POWG) ist das primäre Ziel die intraokulare Drucksenkung. Die Drucksenkung kann einerseits durch medikamentöse Behandlung, Laserverfahren oder chirurgische Maßnahmen ereicht werden. In der Pathogenese des POWG mehren sich die wissenschaftlichen Ergebnisse, dass verschiedene multifaktorielle Ereignisse stattfinden müssen, die zur Manifestation der Erkrankung führen. Neben genetischer Prädisposition scheinen insbesondere der erhöhte IOD und Störrungen in der Perfusion für die Erkrankung verantwortlich zu sein. Die Folgen dieser Veränderungen sind unter anderem eine vermehrte Bildung von freien Sauerstoffradikalen. Freie Sauerstoffradikale führen zu oxidativem Stress. In letzter Zeit häufen sich die Hinweise, dass POWG Patienten eine verminderte antioxidative Kapazität sowohl im gesamten Körper als auch im Auge besitzen. Des Weiteren konnte gezeigt werden, dass in vitro oxidativer Stress für die POWG typischen Veränderungen wie beschleunigte Alterung, Zellverlust, Akkumulation von extrazellulärer Matrix, Ausschüttung von Wachtumsfaktoren aber auch Induktion von Hitzeschockproteinen zu induzieren. Diese Effekte können durch die Verwendung von Antioxidantien reduziert werden. Erste klinische Studien zeigen einen positiven Effekt von Antioxidantien auf den antioxidativen Status von POAG Patienten. In dem hier vorliegenden Referat werden Aspekte der Reduktion von oxidativen Stress bei POWG Patienten erläutert. |
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