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Abstract
DO.25.04
Vergleichende Untersuchungen zur Zentrierungsachse der Ablation bei der hyperopen LASIK
Omid Kermani, Georg Gerten, Karl Schmiedt, Uwe Oberheide
Augenklinik am Neumarkt, Köln
Hintergrund
Bei hyperopen Patienten zeigt sich in der Regel eine ausgeprägte exzentrische Fixation mit positivem Winkel Kappa. Wir beschreiben die Ergebnisse einer prospektiven Studie zur individuellen Zentrierung und Ablation basierend auf Aberrometriemessungen.
Methode
In einer prospektiven Doppelblindstudie wurden 32 hyperope Augen von 16 Patienten mit einer LASIK behandelt. Die Software des Lasers erlaubt eine individuelle Zentrierung der Ablation in Richtung der Fixationsachse (VA) durch Eingabe des Abstandes zur Sehachse (LOS) und des Winkels. Die Patienten wurden in zwei Gruppen behandelt, bei einem Auge wurde die Ablation auf die LOS zentriert, am anderen Auge auf 50% der Distanz zur VA (offset-Gruppe). Der mittlere Abstand zwischen Seh- und Fixationsachse betrug in der LOS-Gruppe 0.42 ± 0.10mm und 0.40 ± 0.10mm in der Offset-Gruppe. Die präoperative Refraktion war in beiden Gruppen ähnlich mit +2.79 dpt ±1.20 dpt (SÄ) für die LOS-Gruppe und +2.14 dpt ± 0.99 dpt (SÄ) für die offset-Gruppe.
Ergebnisse
3 Monate postoperativ zeigte sich in der Refraktion ebenfalls kein Unterschied zwischen den Gruppen mit 0.35 dpt ± 1.00 dpt (SÄ) für die LOS-Gruppe und 0.42 dpt ± 0.83 dpt (SÄ) für die offset-Gruppe. Die Aberrationen höherer Ordnung (HOA) und der Strehl-Ratio wurden für alle Augen prä- und postoperativ gemessen und verglichen. In beiden Gruppen stiegen die Aberrationen insgesamt und für Coma, sphärische Aberrationen und Trefoil an. Entsprechend verringerte sich der Strehl-Ratio, was einer Verringerung der Abbildungsqualität entspricht. Die Mittelwerte der Gruppen zeigten im Vergleich für die Zernicke-Koeffizienten wie auch den Strehl-Ratio keinen signifikanten Unterschied. Allerdings zeigte sich im intrapatientenspezifischen Vergleich zwischen den LOS-zentrierten und individuell zentrierten Augen einen verringerten Anstieg der Aberrationen für die offset-Gruppe. Auch der Strehl-Ratio war im intrapatientenspezifischen Vergleich bei der offset-Gruppe besser.
Schlussfolgerungen
Individuelle Zentrierung der Ablationszone liefert dem LASIK-Chirurgen weitere Möglichkeiten der patientenspezifischen Behandlung. Der Verschiebung der Ablation in Richtung der Fixationsachse erscheint vielversprechend, jedoch ist eine größere Patientengruppe für eine Bestätigung der Signifikanz und der Bedeutung für die Praxis notwendig. |
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