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Abstract

DO.25.06

Diffraktive Sulkusgestützte add-on HKL: Ergebnisse einer prospektiven Studie

Georg Gerten, Omid Kermani, Karl Schmiedt, Andreas Foerster, Elham Farvili, Uwe Oberheide
Augenklinik am Neumarkt, Köln

Hintergrund
Evaluierung eines neuen Typs von Multifokalen diffraktiven HKL als Add on System für die Sulcus Implantation.
Methode
In einer prospektiven Studie wurden 73 Augen von 39 Katarakt-Patienten im alter von 64 ± 11,6 Jahren operiert. Patienten mit weiteren Augen-Erkrankungen, die eine mögliche  Interferenz mit dem Prinzip einer Multifokalen IOL oder einer Sulcus Implantation (z.B. AMD, Uveitis, Glaukom) erkennen ließen, wurden im Vorfeld ausgeschlossen. Nach Phakoemulsifikation wurde eine Monofokale IOL in den Kapselsack implantiert, danach im selben Eingriff eine diffraktive multifokale Add on IOL in den Sulcus. Die Kapselsacklinse waren asphärische, faltbare, monofokale IOL mit Blaufilter aus Silikon oder Acryl. Alle Patienten wurden am 1. Tag, in der ersten und 4. Woche und nach 3 Monaten komplett ophthalmologisch untersucht. 13 Patienten haben bereits eine Untersuchung nach einem Jahr absolviert.
Ergebnisse
3 Monate nach der Implantation war der Median des bestkorrigierten Fernvisus 1,0 (LogMar -0,02 ± 0,06), der unkorrigierte Fernvisus 1,0 (LogMar 0,02 ± 0,08). Der mittlere Rest-Refraktionsfehler war 0,09 ± 0,51 dpt. Der Median des unkorrigierten Nahvisus betrug in 40 cm mit EDTRS-Tafel 0,8 (LogMar 0,08 ± 0,09). Der Median des unkorrigierten Intermediärvisus für 1m Entfernung betrug 0,8 (LogMar 0,13 ± 0,11). Alle Patienten erreichten unkorrigiert binokular Lesefähigkeit von Zeitungsschrift (entsprechend Visus 0,5/J5, 8 Punkt Schriftgröße).
Nach einem Jahr waren die Werte unverändert, die Patienten erreichten einen mittleren unkorrigierten Fernvisus von 1,0 (LogMar 0,02 ± 0,01), einen mittleren Nahvisus von 0,8 (LogMar 0,1 ± 0,14) und einen mittleren Intermediärvisus von 0,8 (LogMar 0,19 ± 0,16).
Komplikationen mit Assoziierung zur Implantation einer zusätzlichen Linse wie Irispigment-Verlust, Einwachsung von Zellen zwischen die IOL oder Iris Capture wurden nicht beobachtet.
Schlussfolgerungen
Die zusätzliche Implantation einer diffraktiven Huckepack IOL erwies sich als sichere und effektive Methode zur Verbesserung der Nahsehschärfe nach monofokaler IOL Implantation mit hoher Genauigkeit der Zielrefraktion. Inwiefern auch pseudophake Augen nach bereits länger zurückliegender Kataraktoperation von einer nachträglichen Diffraktiven-Add on IOL Implantation profitieren, muss in weiteren Studien geklärt werden.

 
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